Studie: Rechtliches Risiko für Open-Source-Anwender gering

Gegenüber der Situation von 2003 hätten sich die Kosten für die Open-Source-Software auf dem Desktop allerdings drastisch erhöht. Insbesondere der Abschluss von jährlich zu zahlenden Maintenance-Verträgen für Open-Source-Office-Software und die hohen Schulungskosten bei einem Umstieg auf OpenOffice.org führen nach Ansicht von Soreon in kleinen und mittleren Unternehmen sogar zu geringen Kostennachteilen im Vergleich zu einer Microsoft-Office-Lösung.

Global tätige Unternehmen können im Serverbereich durch einen Einsatz von Linux fast 35 Prozent sparen, im Desktopbereich sind es 8 Prozent im Vergleich zu einer Microsoft-Office-Lösung. Ein Großunternehmen mit 2.000 Arbeitsplätze spart in der Soreon-Modellrechnung über drei Jahre im Ergebnis bei den Servern 26 Prozent (53.000 Euro), bei den Büroanwendungen 12 Prozent (321.000 Euro).

Kleine und mittlere Unternehmen könnten von Open Source finanziell kaum profitieren. Ein kleiner Betrieb mit zehn Arbeitsplätzen muss sowohl im Serverbereich (minus 6 Prozent), als auch bei Büroanwendungen (minus 3 Prozent) geringe Kostennachteile im Vergleich zu Microsoft-Lösungen hinnehmen. Ein mittelständisches Unternehmen mit 100 Arbeitsplätzen komme auf 11 Prozent Einsparungen im Serverbereich. Auf dem Desktop ist bei dieser Unternehmensgröße Microsoft um rund 1 Prozent die günstigere Alternative. Der Grund dafür liege im mangelnden hausinternen Know-How für Open-Source-Produkte. Neben umfangreichen OpenOffice.org-Schulungen entstünden zudem erheblich Kosten für externe Supportverträge.

Für die Studie wurden 2003 bereits 50 Unternehmen und Organisationen detailliert zu ihren Aufwendungen im Bereich Software befragt. Um die Daten auf den aktuellen Stand zu bringen und die Risikokosten quantifizieren zu können, hat Soreon im September 2004 weitere 20 Unternehmen und Experten befragt. Daneben wurden aktuelle Preisdaten bei deutschen Software-Händlern, Systemhäusern und Schulungsfirmen recherchiert. Neben Betriebssystem-Software wie Linux und Windows vergleicht Soreon auch Office-Produkte und Datenbanken.

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 Studie: Rechtliches Risiko für Open-Source-Anwender gering
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Helmut 12. Okt 2004

Hallo kressevadder! Danke! :) Bereitschaft für was neues war schon vorhanden. Mit einen...

kressevadder 12. Okt 2004

Saubere Arbeit! Aber ich glaube das kannste nicht verallgemeinern. Ich arbeite bei ner...

Ralf Kellerbauer 12. Okt 2004

achso Paint und Wordpad hatte ich vergessen. Im Prinzip taugt die kostenlose Software von...

Abtaucher 12. Okt 2004

OSS ist wie auch closedSource-SW von den kommenden SW-Patenten bedroht. D.h. vor allem...



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