AOL bastelt an aufgebohrter Variante des Internet Explorer
Nach Erkenntnissen von eWeek.com(öffnet im neuen Fenster) wird der AOL Browser Tabbed Browsing unterstützen, um mehrere Unterfenster in einer Hauptinstanz des Browsers zu bearbeiten. Außerdem soll ein Popup-Blocker integriert werden, den Microsoft für den Internet Explorer nur im Zusammenspiel mit dem Service Pack 2 für Windows XP anbietet. Dieser AOL Browser soll komplett unabhängig von AOLs Einwahlsoftware angeboten werden und wird demnach auch nicht auf den Online-Dienst von AOL aufsetzen, wie es die bisher angebotenen Browser von AOL taten.
Der AOL Browser soll eine bequeme Möglichkeit erhalten, Internetspuren wie Cookies, den Verlauf sowie den Browser-Cache bequem löschen zu können. Ferner wird AOLs Browser verkleinerte Varianten von Webseiten darstellen, wenn man etwa mit der Maus über ein Tab-Element geht oder die Maus über dem Zurück-Knopf im Browser hält. Das soll einem den Überblick geöffneter Webseiten erleichtern.
Für Überraschung sorgt diese Neuerung, da erwartet wurde, dass AOL in einem Browser die Gecko-Engine von Mozilla und Co. verwenden würde, zumal das Unternehmen Netscape zu AOL gehört. Statt dessen entschied sich AOL aber offenbar nun für die Browser-Engine aus Redmond. In Deutschland begann AOL bereits Ende August 2004 einen Beta-Test einer abgespeckten Einwahlsoftware, die mit einem Browser-Konglomerat aus Mozillas Oberfläche und der Rendering-Engine vom Internet Explorer bestückt war. Ob es sich hier um identische Produkte handelt, ist derzeit nicht bekannt.
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