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Deutsche Telekom will T-Online von der Börse nehmen

Angebot an die Aktionäre in der Kritik. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat beschlossen, T-Online wieder von der Börse zu nehmen. Die T-Online International AG soll mit der Deutschen Telekom AG verschmolzen werden.
/ Andreas Donath
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Die geplante Verschmelzung soll zu einem Umtausch von T-Online International AG-Aktien in Deutsche Telekom AG-Aktien führen. Die Deutsche Telekom AG hat außerdem entschieden, den Aktionären der T-Online International AG ein freiwilliges Barangebot zu einem Preis von 8,99 Euro je T-Online-Aktie zu unterbreiten.

Die Deutsche Telekom AG beabsichtigt zudem, im Jahr 2005 eigene Aktien zurückzukaufen, soweit dies erforderlich ist, um eine Erhöhung der Zahl der ausstehenden Deutsche Telekom-Aktien aufgrund der Verschmelzung zu vermeiden.

Die Telekom hält jetzt 73,9 Prozent an T-Online-Tochter, darüber hinaus sind 0,4 Prozent im Streubesitz und 5,7 Prozent gehören der Groupe Lagardère.

Bei diesem Kurs läge der Kaufpreis für die Telekom bei knapp drei Milliarden Euro, teilte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) mit. Der DSW kritisiert das Barangebot massiv, da der T-Online-Ausgabekurs im April 2000 bei 27 Euro lag.

Für eine komplette Wiedereingliederung des Internet-Anbieters müsste die Telekom ihren Aktienbesitz zunächst auf mindestens 95 Prozent erweitern. Dann könnten mit einem so genannten Squeeze-Out die noch verbliebenen Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt werden. Ebenfalls denkbar wäre der Abschluss eines Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages. Hiermit hätte die Telekom die Möglichkeit, direkt in die operativen Entscheidungen von T-Online einzugreifen.

"In beiden Fällen muss die Muttergesellschaft den freien Aktionären ein Pflichtangebot machen, dessen Höhe per Spruchverfahren gerichtlich überprüft werden kann", erklärte Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Für Hocker lautet die Devise: "Abwarten und Tee trinken. Die Erfahrung zeigt, dass Anleger, die zu früh agieren, weniger bekommen."


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