Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Avaya kauft Tenovis

US-Anbieter will Präsenz in Europa ausbauen. Das US-Unternehmen Avaya übernimmt Tenovis für rund 370 Millionen US-Dollar in bar von der Kapitalbeteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. Zudem übernimmt Avaya, Anbieter von Software, Systeme und Serviceleistungen für die Unternehmenskommunikation, Verbindlichkeiten in Höhe von 265 Millionen US-Dollar.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Da Tenovis über liquide Mittel in Höhe von rund 115 Millionen US-Dollar verfügt, soll der Kaufpreis letztendlich bei rund 255 Millionen US-Dollar liegen.

Avaya erwartet durch die Übernahme zunehmend Umsätze außerhalb der USA, der Anteil der internationalen Umsatzerlöse soll von 25 Prozent der Gesamtumsatzerlöse auf rund 40 Prozent steigen. Die europäischen Umsätze der Gesellschaft sollen sich nahezu verdreifachen. Nach der vollständigen Integration soll Tenovis den Umsatz von Avaya um etwa eine Milliarde Dollar steigern, so die Erwartung des Unternehmens.

Für Avaya soll die Tenovis-Übernahme den Schlusspunkt in einer Reihe zielgerichteter Maßnahmen zur Ausdehnung von Portfolio und globaler Reichweite der Gesellschaft darstellen.

Die Anfänge von Tenovis reichen über 100 Jahre in die Vergangenheit zurück. Die Gesellschaft wurde 1899 in Frankfurt als Telefonanlagen-Vermietungsfirma in Deutschland gegründet. In den 30er-Jahren trug sie den Namen "Telefonbau und Normalzeit" und wurde später in Telenorma umbenannt. Im Jahre 1987 wurde die Gesellschaft eine hundertprozentige Tochter der Robert Bosch GmbH, im Jahr 2000 kaufte dann die Private-Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. das Unternehmen und betreibt es seither unter dem Namen Tenovis.


Relevante Themen