Neue Skate-Engine, Open-Ice-Steuerung und verbesserter Dynasty-Mode. Obwohl in der NHL auf Grund einer sich regelmäßig wiederholenden Auseinandersetzung zwischen Club-Besitzern und Spielern der Spielbetrieb derzeit brachliegt und sich viele NHL-Stars ihre Zeit auf europäischen Eisflächen vertreiben, wartet EA auch in diesem Jahr im Spätsommer mit einer Neuauflage seiner Eishockey-Simulation NHL 2005 auf. Die für PC, Gamecube, PlayStation und Xbox erhältliche neue Version zeichnet sich vor allem durch mehr Tempo und die neue Open-Ice-Steuerung aus, die ein komplexeres Angriffsspiel ermöglicht.
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Weniger gelungen präsentiert sich in der 2005er-Version die Aufmachung, die Menüs sind extrem unruhig, die Musikauswahl ist etwas mickrig. Das eigentliche Spiel hingegen konnte EA aber wieder einmal spürbar aufwerten: In erster Linie wirkt alles temporeicher, ohne dass man schneller überfordert ist. Dafür sorgt vor allem eine neue Skating-Engine, die das Gleiten und die Beschleunigung in den Vordergrund stellt. Auch die Gesichter der Spieler sehen einmal mehr eine Spur realistischer aus.
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Mit dabei sind auch wieder europäische Ligen samt DEL, die aber deutlich besser spielbar sind als bei NHL 2004. War die Kluft zwischen NHL und DEL in der Vorgängerversion noch extrem, scheint es, dass die Entwickler nun eine bessere Abstimmung gefunden haben, womit vor allem europäische Teams besser spielbar sind. Dennoch merkt man den Unterschied zwischen NHL und DEL – und das liegt nicht nur an der größeren Eisfläche. Insgesamt stehen 39 Vereinsmannschaften aus Europa zur Verfügung, wenn auch deren Aufbereitung noch immer Wünsche offen lässt.
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Neu eingeführt wird mit NHL 2005 eine "Open-Ice-Steuerung", so dass nun auch Spieler gesteuert oder um Hilfe gebeten werden können, die nicht im Puck-Besitz sind. So kann man in aussichtsreicher Position einen Pass fordern, sich den Weg freiräumen lassen oder in der Verteidigung mit zwei Mann gegen die Stars vorgehen. Auch beim Bully gibt es nun neue Möglichkeiten: Ein Spielansage-System erlaubt es, jeweils eine Angriffs- oder Verteidigungsstrategie festzulegen.
Sprints wirken sich nun direkter aus und die Spieler erholen sich schneller. Über wie viel Sprint-Kraft ein Spieler verfügt, lässt sich dabei an einer entsprechenden Anzeige ablesen.
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Überarbeitet hat EA auch den Dynasty-Modus, bei dem der Spieler in die Rolle des Managers schlüpft und unter anderem für Transfers, die Einbindung von Nachwuchsspielern oder die Eintrittspreise verantwortlich ist. EA verspricht zudem mit einer neuen KI, die Spielweisen und Persönlichkeiten der Stars besser nachzuahmen, was sich vor allem auf das Geplänkel zwischen den Spielern in den Spielpausen auswirkt.
Zumindest die Xbox und PC liegen grafisch dicht beieinander, die PlayStation-2-Version und die noch nicht verfügbare Game-Cube-Version hat die Redaktion noch nicht in Augenschein nehmen können.
Fazit: Wie in jedem Jahr legt EA auch mit NHL 2005 ein hervorragendes Spiel vor, das in seinem Genre Maßstäbe setzt und das sowohl Einsteiger wie auch erfahrene Spieler begeistern sollte. Etwas fade wirkt die Aufmachung, hier hat EA in den letzten Jahren bessere Ideen bewiesen. Was bleibt ist aber das grundsätzliche Manko der Serie: Die Neuerungen sind spürbar, wer aber den direkten Vorgänger NHL 2004 besitzt, sollte eher auf NHL 2006 warten, schließlich bietet EA den Titel neu nur zum Vollpreis ohne Update-Möglichkeit an.