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3DMark05 verfügbar - Harte Nuss für Grafikkarten

Im Gegensatz zum Vorgänger 3DMark03 ein reiner DirectX-9-Grafikbenchmark. Futuremark hat mit dem 3DMark05 den Nachfolger des DirectX-basierten 3D-Grafikbenchmarks 3DMark03 veröffentlicht. Anders als der Vorgänger setzt der 3DMark05 ausschließlich auf DirectX 9 und setzt neben DirectX 9.0c mindestens Shader-2.0-konforme Grafikhardware voraus.
/ Christian Klaß
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Auch der 3DMark05 ist ein synthetischer Benchmark, er basiert also auf keinem einzeln erhältlichen Spiel oder einer Anwendung. Im Vergleich mit dem Vorgänger soll der neue 3DMark die CPU- und Hauptspeicher-Leistung auf Grund der großen Detailfülle mehr einbeziehen, skaliert also besser. Dennoch ist die Software weiterhin eher dazu gedacht, die Grafik- und nicht die Systemleistung zu testen, um eine Vergleichbarkeit von aktueller mit künftiger 3D-Hardware zu gewährleisten. Der 3DMark03 wurde vereinzelt kritisiert, da er die CPU nicht stark genug mit einbezog.

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Wie alle Vorgänger besteht auch der 3DMark05 aus einer Sammlung von einzelnen 3D-Tests, zudem gibt es nicht in das Gesamtergebnis einfließende Tests für CPU, Bildqualität und Features. Alle in den 3DMark-Wert einfließenden Tests sind Echtzeit-3D-Tests, die wie bei 3D-Spielen in Echtzeit generiert werden. Futuremark hat für den 3DMark05 eine komplett neue 3D-Engine inkl. aufwendiger Schattenberechnung entwickelt, die ähnlich einer Spiele-3D-Engine erst einmal die 3D-Inhalte für die Grafikhardware vorbereitet – weitere Berechnungen wie KI und Physik werden aber nicht berücksichtigt. Alle Material-Shader werden dynamisch von der Engine im HLSL-Format generiert, erst dann werden auf die Hardware angepasste Runtime-Shader generiert.

Neben dem Shader Model 2 nutzt der 3DMark05 auch das bisher nur von Nvidias GeForce-6-Grafikchipserie unterstützte Shader Model 3. Der Benchmark erlaubt es, Grafikkarten so zu testen, dass nach manueller Einstellung nur das Shader Model 2.0, 2a, 2b oder das effizientere Shader Model 3.0 genutzt wird. Ansonsten wird immer das beste Shader-Profil genutzt, das die Grafikkarte beherrscht.

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Die Szenen-Komplexität ist im 3DMark05 im Schnitt auf über 1 Million zu rendernder Polygone pro Einzelbild angestiegen, neben den schickeren Effekten kommen also auch komplexere 3D-Modelle als beim 3DMark03 zum Einsatz. Insgesamt soll der 3DMark05 im Vorfeld das simulieren, was Futuremark und seine Partner von Spielen des Jahres 2005 erwarten.

Der erste Test des Benchmarks ist der "Game Test 1: Return to Proxycon", der den in 3DMark03 begonnenen Kampf innerhalb einer Raumstation mit mehr Gegnern, größeren Räumen und mehr Details fortführt – die ganze Geschichte des Kampfes um Proxycon zeigt nur die im 3DMark05 integrierte Grafikdemo.

Der "Game Test 2: Firefly Forest" zeigt einen nächtlichen, vom Mond beleuchteten Zauberwald mit vielen kleinen Lichtquellen und entsprechenden Licht- und Schatteneffekten. Die Vegetation wird entsprechend der Kamerabewegung dynamisch platziert, ebenso wird die Detailstufe dynamisch der Kameraentfernung angepasst.

Der "Game Test 3: Canyon Flight" zeigt ein Steampunk-Szenario, ein vor einer gigantischen Seeschlange flüchtendes Luftschiff, das einer Jules-Verne-Geschichte entsprungen sein könnte. Auch hier erzählt die Demo mehr, im Test hingegen dient die komplexe Szene zur Simulation einer großen Außenszene mit reflektierendem und Nebeleffekte für Tiefenwirkung nutzendem Wasser. Auch bei der Luft wird auf Volumen-Nebel gesetzt, um einen Entfernungseffekt zu erzielen.

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Obwohl sich Nvidia beim 3DMark 03 noch mit Futuremark anlegte, über den Mix aus verschiedenen Shader-Versionen ärgerte, später einen von Futuremark abgesegneten Shader-Austausch in den eigenen Treibern vornahm und den synthetischen Benchmark als nicht wirklichkeitsnah einstufte, ist Nvidia nun wegen des 3DMark05 so aus dem Häuschen, dass man heute bereits vor der internationalen Freigabe der eigentlichen Benchmark-Ankündigung schon erste SLI-Ergebnisse verfrüht als Pressemitteilung verschickte. Der 3DMark 03 wurde laut Futuremark über 24 Millionen Mal heruntergeladen, ähnlich bedeutsam, wenn auch nicht frei von Kritik, dürfte der nun verfügbare Nachfolger sein.

Der aus den drei Tests geometrisch gemittelte 3DMark05-Wert wird anfangs zwischen 1000 und 5000 3DMark liegen, nur Nvidia will es mit einer SLI-Lösung aus zwei GeForce-6800-Ultra-Grafikkarten und einem hochgezüchteten, aber nicht näher beschriebenem PC bereits auf 7229 Punkte schaffen. Als Einsteiger-System wertet Futuremark entsprechend einen 2-GHz-PC mit Mittelklasse-DirectX-9-Grafikkarte der ersten Generation; ein High-End-System muss hingegen mindestens eine CPU der 3-GHz-Klasse und eine aktuelle High-End-DirectX-9-Grafikkarte aufweisen. Mit der Zeit werden die Werte steigen, so sei etwa beim 3DMark03 der beste Wert direkt nach dem Start dicht an der 5000er-Grenze, während es heutige Grafikkarten auf rund 20.000 3DMarks schaffen. Genauso verhielt es sich beim 3DMark 2001. Auch die mit dem 3DMark05 ermittelten Werte lassen sich wieder online vergleichen.

Der 3DMark05 findet sich als kostenlose Version zum Download auf Futuremark.com(öffnet im neuen Fenster) bzw. dort gelisteten Mirrors(öffnet im neuen Fenster) . Zudem gibt es wie bei den Vorgängern zwei kostenpflichtige Versionen, die mehr als die Standard-Benchmark-Auflösung, Batch-Verarbeitung und kommerziellen Einsatz erlauben: Die Pro-Version enthält fast alle Optionen und Einstellungen, der Download-Preis liegt bei 20,- US-Dollar, die CD-ROM kostet rund 30,- US-Dollar. Komplett ist nur die Business Edition, die als einzige auch für kommerzielle Nutzung freigegeben ist, dafür aber auch 240,- US-Dollar im Download und 250,- US-Dollar auf CD-ROM kostet.


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