Zum Hauptinhalt Zur Navigation

FourThirds-Spiegelreflex mit 8 Megapixeln

Olympus E-300 mit innovativer Sucherkonstruktion. Olympus hat auf der Photokina 2004 ein Einsteigermodell einer digitalen Spiegelreflexkamera nach dem Four-Thirds-Standard vorgestellt. Die Olympus E-300 arbeitet mit einem Full Frame Transfer CCD, der eine Auflösung von 8 Megapixeln bietet (Sensorfläche 17,3 x 13 mm).
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das Four Thirds System ist ein neuer offener Standard für digitale Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven. Er vereinfacht die Entwicklung von herstellerübergreifenden, nutzbaren Objektiven, die auf den digitalen Bildsensor zugeschnitten sind. Weil bei dem Four Thirds System die Art und Größe des Bajonett-Anschlusses standardisiert ist, lassen sich auch Produkte unterschiedlicher Hersteller miteinander kombinieren. Darüber hinaus sind Four-Thirds-System-Objektive wesentlich kleiner, lichtstärker und leichter als herkömmliche 35-mm- und APS-Optiken.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Verglichen mit Interline Transfer CCDs, die in den meisten Digitalkameras zum Einsatz kommen, besitzt der Sensor der E-300 eine größere Pixelfläche mit größeren Fotodioden und Datenkanälen. So sollen mehr Bildinformationen aufgezeichnet werden können, was zu einem hohen Signal/Rauschabstand und einem erweiterten Dynamikumfang führen soll.

Auf Grund der Verwendung eines Porro-Prismas wurde bei der E-300 eine sehr kompakte Gehäuseform für eine Spiegelreflexkamera realisiert, die ohne den sonst üblichen Pyramidenkopf, der bei der Verwendung von Penta-Prismen entsteht, auskommt. Das ermöglichte auch die Integration eines Aufklappblitzes, der beim Ausfahren nach vorne gleitet, um den Einfallwinkel des Lichtes zu optimieren.

Das Chassis ist aus Aluminium-Spritzguss, und auch Teile der Gehäuse-Abdeckung sind aus diesem Material, andere Gehäuseteile sind aus Plastik. Auf der Rückseite ist noch ein 1,8-Zoll-Monitor mit 134.000 Pixeln zur Kamera- und Bildkontrolle angebracht. Das zusätzliche LCD-Feld gibt zusätzliche Informationen zur Messmethode, dem Belichtungsmessmodus, dem Blendenwert, der Verschlusszeit und vielen anderen Daten inklusive des Batterieladezustandes.

Der CCD wird mit Hilfe von Ultraschallwellen von Staubpartikeln gesäubert, die sich auf der Oberfläche absetzen können. Dieser Mechanismus wird bei jedem Kameraneustart in Gang gesetzt, kann aber auch auf Knopfdruck ausgelöst werden, ohne das Gerät vorher abschalten zu müssen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Belichtungsmessung erfolgt wahlweise über das digitale ESP oder eine mittenbetonte Integralmessung bzw. eine Spotmessung. Der 3-Punkt-Autofokus arbeitet auf Wunsch mit Hilfslicht und kann entweder ständig nachstellend oder auf einen bestimmten Messpunkt ausgerichtet arbeiten und natürlich auch abgeschaltet werden. Die Kamera verfügt über mehrere Programme zur Belichtungssteuerung und kann auch halbautomatisch (Blenden- und Zeitvorwahl) genutzt werden. Ein manueller Modus ist ebenfalls vorhanden.

Die Verschlusszeiten rangieren von 2 bis 1/4.000 Sekunde im Vollautomatikmodus und bei der Blenden- bzw. Zeitvorwahl bis zu 60 Sekunden. Die Blitzsychronisationszeit liegt bei 1/180 Sekunden. Die Bildaufnahmegeschwindigkeit liegt bei maximal 2,5 Bildern pro Sekunde und 4 Bildern hintereinander (im RAW/TIF-Modus). Wie viele Bilder hintereinander im JPEG-Modus aufgenommen werden können, teilte man nicht mit.

Der Weißabgleich kann automatisch, manuell oder anhand von Voreinstellungen vorgenommen werden. Vier Einstellungen sind speicherbar. Die Lichtempfindlichkeit reicht im Automatikmodus von ISO 100 bis 400 und im manuellen Modus bis ISO 800 und 1600. Ein Fernauslösen per schnurloser Fernbedienung ist ebenso möglich wie die 2- bzw. 10-sekündige Verzögerung durch den Selbstauslöser.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Olympus E-300 verfügt über einen kleinen Aufklappblitz (Leitzahl 11) und zudem über einen Blitzschuh zur Verwendung von Systemblitzgeräten. Die Kamera verarbeitet sowohl xD-Cards also auch CompactFlash-Speicher inklusive Hitachi Microdrives. Zum Datenaustausch bzw. zur Bildwiedergabe stehen eine USB-Schnittstelle und ein TV-Ausgang zur Verfügung.

Der Fotoapparat speichert sowohl als JPEG, TIF und im Olympus-eigenen Rohdatenformat parallel mit JPEG. Die Kamera arbeitet wahlweise im sRGB- und Adobe-RGB-Farbraum, hat Außenabmessungen von 146,5 x 85 x 64 mm und wiegt ohne Akku, Objektiv und Speicherkarte 580 Gramm.

Die Kamera wird zusammen mit dem Zuiko Digital 14 bis 45 mm f3.5-5.6 (in Kleinbildverhältnissen 28 bis 90 mm) auf den Markt gebracht – ein Preis steht noch aus.

Kamera und Zubehör sollen Ende des Jahres 2004 auf den Markt kommen. Die Kamera kann mit den FourThirds-Objektiven und dem neu angekündigten Olympus-Systemblitz FL-36 sowie dem HLD-3-Batteriegriff genutzt werden, der unter das Gerät montiert wird.

Darüber hinaus wurden neue Objektive angekündigt. Für professionelle Anwendungen im Ultra-Weitwinkel-Bereich ist das Zuiko Digital ED 7 bis 14 mm F4,0 konzipiert. Mit dem Zuiko Digital 14 bis 45 mm (F3,5 bis F5,6) und dem Zuiko Digital 40 bis 150 mm (F3,5 bis 4,5) stehen Lösungen für den Weitwinkel- bis mittleren Telebereich bzw. den mittleren bis langen Telebereich zur Verfügung. Im Telebereich gibt es noch das Zuiko Digital ED 150 mm (300 mm im KB-Bereich) mit F2,0, das im Oktober 2004 offiziell an den Start geht.

Auch ein Unterwassergehäuse für bis zu 60 Meter Wassersäule wurde für das Frühjahr 2005 angekündigt. Mit welchen Objektiven es nutzbar ist, wurde nicht mitgeteilt.


Relevante Themen