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Setzt die EU künftig auf Dateien im OpenOffice.org-Format?

OASIS-Format soll zum ISO-Standard vorgeschlagen werden. Die europäische Kommission stellt sich offenbar hinter das freie Office-Dateiformat von OpenOffice.org, das im Rahmen der OASIS entwickelte wurde. Die Kommission bemühe sich, das Format zum ISO-Standard zu machen, berichtet Tim Bray in seinem Weblog ongoing(öffnet im neuen Fenster) . Bray arbeitet als "Technology Director" für Sun Microsystems und hat Suns Vorstellungen gegenüber der EU-Kommission präsentiert.
/ Jens Ihlenfeld
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Bereits im März 2004 habe die Kommission OpenOffice.org und Microsoft eingeladen, um die jeweiligen XML-basierten Dateiformate und deren Hintergründe vorzustellen. Mitte Juli 2004 hat die Kommission schließlich beide Beteiligten über ihre Entscheidungen informiert.

In einem Brief an Sun-Präsident Jonathan Schwartz fordert die Kommission, dass das OASIS-Format der ISO als internationaler Standard vorgeschlagen wird und dass Filter implementiert werden, um eine Interoperabilität mit Microsofts XML-Format für Office-Dateien herzustellen. Der Kommission gehe es dabei vor allem um Transparenz und darum, dass der Zugang zu öffentlichen Informationen und Austausch mit Regierungen nicht an ein Produkt oder eine Plattform gebunden sei, zitiert Bray(öffnet im neuen Fenster) aus dem Brief der Kommission.

Eine entsprechende Antwort müsste mittlerweile bei der EU vorliegen, so Bray weiter, allerdings habe er diese bereits kürzlich EU-Mitarbeitern in Brüssel vorgestellt. Demnach hatte Sun der OASIS am 1. September 2004 vorgeschlagen, das Format, sobald es fertig gestellt ist, der ISO vorzulegen. Dem stünden das OASIS-Komitee wie auch das OASIS-Management positiv gegenüber. Zudem seien bereits entsprechende Filter für MSWordML und ExcelML entwickelt, die auch in der nächsten Version von StarOffice sowie OpenOffice.org enthalten sein sollen.


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