Japan: Handy-Klingelton soll Busen schwellen lassen

Hideto Tomabechi - erst Aum-Jünger geheilt, nun geht er an die Oberweite

Aus dem Land der Technik dringen immer wieder gar wundersame Meldungen zu uns vor: In Japan werden laut eines Zeitungsberichts Klingeltöne verkauft, welche nicht nur die Geldbörse des Anbieters, sondern auch den Brustumfang von zuhörenden Frauen anschwellen lassen sollen.

Artikel veröffentlicht am ,

Urheber des in Japan erfolgreichen und online über Mediaseek verkauften Klingeltons ist der Japaner Hideto Tomabechi. Er stand bereits vor Jahren in den Schlagzeilen, als er behauptete, Mitglieder der 1995 für den tödlichen Sarin-Anschlag auf das Tokioter U-Bahnsystem verantwortlichen Weltuntergangs-Sekte Aum Shinrikyo von ihrer Sekten-Gehirnwäsche befreit zu haben. Nun startet Tomabechi mit seinen Klingeltönen - wobei die Brustvergrößerung erst der Anfang sein soll.

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Männer müssen sich aber offenbar noch gedulden, sofern Tomabechi ihnen eine Lösung bieten kann, denn ob auch Männer für die Brustvergrößerung empfänglich sein sollen, ist bisher nicht verkündet worden. Tomabechi plant darüber hinaus aber auch Klingeltöne gegen Vergesslichkeit, zur Steigerung der Attraktivität auf das andere Geschlecht, zum Haarwachstum und zum Beenden des Zigarettenkonsums, so die Mainichi Daily News, die sich wiederum auf die japanische Publikation Shukan Gendai beziehen.

Tomabechi sieht die Ursache vieler Krankheiten in der Psyche, was nichts Neues ist, wohl aber die Behauptung, einfach mit Tönen eingreifen zu können: "Die meisten werden denken, dass es eine Lüge ist, doch die im Prozess zum Einsatz kommenden Techniken sind seit einiger Zeit bekannt und das Ergebnis von Forschungen, die ich in den 80ern und 90ern ausführte", erklärte Tomabechi gegenüber Shukan Gendai. Er setze Klänge ein, die Hirn und Körper zu unbewussten Bewegungen bringen, indem unterschwellige Effekte genutzt würden. Licht und Ton sollen einen bestimmten Teil des Gehirns zur Bewegung des Körpers animieren.

Vorausgesetzt, es ist wenigstens etwas Wahres an der recht absurd anmutenden Behauptung, dass die Klingetöne den Vorbau der Damenwelt wachsen lassen, klingt die knappe Beschreibung Tomabechis eher nach Gedüdel mit "Steh gerade, Brust raus"-Effekt. Shukan Gendai zitiert übrigens ein begeistertes japanisches Model, dessen Brustumfang um 2 cm von 87 auf 89 cm angewachsen sein soll...

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Kommentar:
Werden damit Spam-Mails zur Organvergrößerung bald ausgestorben sein oder öffentliche Fernsehübertragungen von Brust-OPs damit bald nur noch belächelt? Vermutlich eher nicht. Dennoch fragt man sich automatisch, welche Auswirkungen solche Klingeltöne hätten: Wachsen nur die Kundinnen, in deren Handy der Klingeton steckt? Wachsen Mithörende automatisch mit, selbst wenn sie es nicht wollen? Und was dann? Bleibt zum Nachdenken eigentlich nur ein Zitat des Monty-Python-Films "Das Leben des Brian": "Ja und auf einmal kommt er angesaust und heilt mich. Eben noch ein Leprakranker mit einem Gewerbe, im nächsten Moment war ich arbeitslos. Er hat mich nichtmal gefragt, ob er darf. Er sagte nur: 'Du bist geheilt, Kumpel'. Verdammter Wohltäter."

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:-) 28. Sep 2004

Bäähh

wizkid 28. Sep 2004

dann doch lieber das klassische brustvergrössern durch handauflegen mit geld-zurück...

Erfinder 27. Sep 2004

Cool, abgespielt im Reverse-Modus müsste man damit ziemlich viel Unfung anstellen...

SWITT 27. Sep 2004

Bleibt zum Nachdenken eigentlich nur ein Zitat des Monty-Python-Films "Das Leben des...



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