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Interview: Scribus besser als kommerzielle DTP-Applikationen

Golem.de: Wie steht es um die Kompatibilität mit anderen DTP-Applikationen?

Bradney: In Bezug auf Im- und Export-Funktionen - keine, aber es geht nicht nur darum, dass wir das nicht können. Es ist eher so, dass auch große Unternehmen mit vollem Zugang zum Quelltext älterer Versionen, einer großen Zahl an Entwicklern und viel Geld nicht in der Lage sind, Dateien zu 100 Prozent zu im- oder exportieren. Nach der Erfahrung vieler Leute ist es schneller, den notwendigen Aufwand zu akzeptieren, wenn man auf eine andere Software umsteigt - dies liefert auch bessere Ergebnisse.

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Linnell: Erstens, DTP-Dateien sind intern sehr komplex, mehr als bei den meisten anderen Applikationsdateien. Zweitens sind EPS und PDF ein gängiges Format zum Im- und Export und Scribus unterstützt dieses sehr gut, mitunter besser als kommerzielle DTP-Applikationen. Beispielsweise können viele EPS-Dateien importiert und dann in Form nativer Scribus-Objekte editiert werden. Keine andere Software zum Seiten-Layout ist dazu in der Lage. Drittens nutzt die kommerzielle Druck-Welt, oder zumindest die Intelligenteren darunter, zunehmend PDF als Austauschformat. PDF löst viele Austauschprobleme auch über Plattformgrenzen hinaus - insbesondere was Schriften angeht. Mit seinem mächtigen PDF-Export lässt Scribus Plattformgrenzen regelrecht verschwinden.

Diejenigen, die sagen, wir sollten einen Import für eine bestimmte DTP-Applikation anbieten, zeigen nur, dass sie keine Erfahrung mit der Umwandlung von DTP-Dateien haben. Ich habe damit selten gute Erfahrungen gemacht, mit Ausnahme sehr einfacher Dateien. Das gilt auch für den Import zwischen verschiedenen Versionen ein und derselben Applikation. Abgesehen davon wäre dazu das Reverse-Engineering eines geschlossenen und komplexen Formats notwendig. Wir glauben aber, dass es sinnvoller ist, die Entwicklung darauf zu richten, Scribus besser zu machen.

Die Tatsache, dass Scribus exzellente PDFs erzeugt, sorgt für echte Kompatibilität. In einigen Fällen ist es nicht Scribus, sondern sind es andere DTP-Applikationen, denen neuere PDF-Funktionen fehlen. Das konnten wir bei der Unterstützung einiger Zeitungen feststellen, deren Druckereien ältere Versionen von Pre-Press-Werkzeugen nutzten, die nicht alle PDF-Funktionen unterstützen, die Scribus nutzen kann. Das gilt auch für aktuelle Versionen anderer kommerzieller DTP-Applikationen. Wir haben in der Dokumentation entsprechende Notizen eingefügt.

Bradney: Was Nutzungsmuster angeht, so wollen wir, dass generelle Methoden für DTP-Nutzer sich durchweg ähneln. Mehr aber geht es uns darum, dass unsere Funktionen und Ideen erkennbar sind.

Wo es geht, werden wir aber in kommenden Versionen Formate unterstützen, sofern dies sinnvoll ist. Beispielsweise haben wir dank Riku ein neues Import-System, das es uns und auch jedem anderen erlaubt, mit einfachem Code einen Import-Filter für Text- oder Grafikformate zu schreiben.

 Interview: Scribus besser als kommerzielle DTP-ApplikationenInterview: Scribus besser als kommerzielle DTP-Applikationen 

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svenK 24. Jan 2006

Hallo, finde ich gar nicht. Mit Inkscape lassen sich ziemlich beeindruckende Dinge...

Imion 10. Okt 2004

denn es gibt da ein Problem mit Scribus. Es unterstützt meines Wissens nach weder Pantone...

Ratatosk 29. Sep 2004

Das trifft den Kopf wohl auf den Nagel... oder so ähnlich ;o) Polt halt! Verdammt, ich...

Ratatosk 29. Sep 2004

FULL ACK!!! Wenn schon DTP mit nem kommerziellen Programm dann eher InDesign, bin in der...

Alter Sack 29. Sep 2004

In der Tat... der gute Fred hat wohl noch nie mit Quark XPress gearbeitet (ist ja auch...




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