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Taiwanesische Grafikkarten-Hersteller formen Allianz

Strategische Allianz soll Wettbewerbsfähigkeit steigern. Am vergangenen Dienstag, dem 21. September, berichtete die gewöhnlich gut unterrichtete asiatische Online-Publikation Digitimes.com von einer strategischen Kooperation von fünf taiwanesischen Grafikkarten-Herstellern. Diese würden damit ihre Einkaufsmacht im Grafikchipbereich erhöhen und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Unterteilung von Produktlinien vergrößern.
/ Christian Klaß
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Zu den fünf Unternehmen zählen Digitimes zufolge(öffnet im neuen Fenster) Albatron Technology, Tul, Chaintech Computer, Prolink Microsystems und Gainward. Albatron bestätigte die Zusammenarbeit gegenüber Golem.de, während Gainward an der Allianz eigenen Angaben zufolge nicht beteiligt ist. Man sei eigenständig, um sich mit den eigenen Produkten von den Mitbewerbern abheben zu können und arbeite auch ohne Teilnahme an einer Allianz sehr eng mit Nvidia zusammen.

Gegenüber Digitimes hatte Tul-CEO Ted Chen erklärt, dass die Idee zur Gründung der Allianz durch Pläne von Asus ausgelöst wurde, seine Marktanteile durch Einführung seiner Radeon-X-Grafikkartenserie weiter zu steigern. Asus plane, 2004 beachtliche 8 bis 10 Millionen Grafikkarten auszuliefern, was eine deutliche Steigerung von 6,25 Millionen verkauften Grafikkarten im Jahr 2003 bedeuten würde. Einige Asus-Konkurrenten würden nun befürchten, dass Asus versuchen könnte, seinen Marktanteil mit Kampfpreisen zu vergrößern. Was in Anbetracht der geringen Margen für kleinere Hersteller mit weniger guten Konditionen existenzbedrohend werden könnte.

Allerdings versteht Albatron die Allianz nicht als Angriff auf Asus: Man ordere die Grafikchips lediglich gemeinsam mit einigen anderen Herstellern, um so möglicherweise günstigere Preise zu bekommen, erklärte ein Albatron-Sprecher gegenüber Golem.de. Asus könne auf Grund der größeren Stückzahlen alleine niedrigere Preise erzielen. Auch Prolink nannte gegebüber Digitimes günstigere Chip-Preise von ATI und Nvidia - bietet aber seinen Partnern Entwicklungskapazitäten an, so dass diese sich aufs Marketing konzentrieren könnten.

Digitimes zufolge sollen die Details der Kooperation noch nicht feststehen.


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