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eco-Verband mit White Paper zur Spam-Bekämpfung (Update)

Spam nicht verhindern, aber auf erträgliches Maß minimieren. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Forum e.V., hat jetzt auf seinem 2. Deutschen Anti-Spam-Kongress ein erstes White Paper zur Spam-Bekämpfung in Deutschland vorgestellt. Die Anti-Spam-Task-Force (ASTF) des Verbands empfiehlt in dem 70-seitigen Papier eine wie es heißt "minimalinvasive Strategie zur Verbesserung des Dienstes E-Mail" .
/ Jens Ihlenfeld
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Ziel sei es, eine Balance zwischen dem berechtigten Versand von E-Mails einerseits und Spamming andererseits herzustellen, so dass erwünschte E-Mails nicht fälschlicherweise den Abwehrmaßnahmen zum Opfer fallen. Das 70-seitige White Paper umfasst dazu ein ganzes Bündel von Maßnahmen, mit dem die deutsche Internetwirtschaft der ausufernden Flut an Werbe-E-Mails entgegenwirken will.

Das eco-Paper geht davon aus, dass die Unterdrückung des Werbemülls bereits an der Quelle in großem Umfang nicht möglich ist, denn der Großteil der Spam-Mails komme aus dem Ausland und lasse sich dort nicht abstellen. Daher müsse eine erfolgsversprechende Spam-Bekämpfung auf dem Einsatz von Filtern basieren, die unerwünschte E-Mails erkennen und entsorgen.

Die ASTF empfiehlt dazu serverbasierte Filter in den Netzen der Internet Service Provider (ISP), die von den Firmen und Verbrauchern selbst konfiguriert werden können. Das White Paper gibt den Internet-Dienstleistern konkrete Handlungsempfehlungen hierzu.

Auch das Problem der "false positives", also E-Mails, die obwohl vom Adressaten erwünscht von den technischen Spamfiltern im Netz zu Unrecht als Werbemüll aussortiert werden, will der eco-Verband adressieren. "Bei der Entscheidung, eine erwünschte E-Mail fälschlicherweise wegzuwerfen oder versehentlich eine Müllmail durchzulassen, hat die erwünschte E-Mail absoluten Vorrang" , betont eco-Geschäftsführer Harald A. Summa die Strategie der deutschen Internetwirtschaft. "Daher werden wir auch künftig Spams nicht völlig verhindern, sondern nur auf ein erträgliches Maß minimieren können" .

Das vollständige White Paper steht im Internet unter eco.de(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.

Nachtrag vom 22. September 2004, 14:25 Uhr:
Wie eco-Verband und der Deutsche Direktmarketing Verband e.V. (DDV) ankündigten, wollen sie eine eine Positiv-Liste für deutsche Werbe-E-Mail-Versender einführen. ISPs sollen ihre Anti-Spam-Filter damit füttern und sicherstellen können, dass vom Kunden gewünschte Werbemails nicht im Filter hängen bleiben und womöglich ungesehen verloren gehen. Ein Kontrollgremium soll die strikte Einhaltung der Richtlinien für den korrekten E-Mail-Versand überwachen. DDV und eco schätzen, dass bis zu 20 Prozent aller in Deutschland verschickten E-Mails von Spamfiltern fälschlicherweise blockiert werden, den Adressaten, der darauf wartet, also nie erreichen.


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