Elektronische Schilder sollen bunt werden
Zugleich erwirbt die BASF Future Business aber auch Anteile an SiPix und ist am wirtschaftlichen Erfolg der elektronischen Medien beteiligt.
Als elektronische Alternative zu Papierschildern sollen Supermärkte ihre Regale beschriften, um beispielsweise die Waren auszuzeichnen. Sie bestehen aus einem elektronischen Anzeigenfeld, einer Energiequelle und einem Empfänger. Dieser wird über Funk von einem Zentralrechner gesteuert. So müssen die Schilder nicht per Hand ausgetauscht und beschriftet werden, sind dennoch aus jedem Blickwinkel gut lesbar, verbrauchen wenig Energie und besitzen eine Lebensdauer von bis zu sechs Jahren.
"Wir schätzen, dass E-Paper-Anwendungen in den nächsten zehn Jahren ein Marktpotenzial von rund 500 Millionen Euro erreichen werden" , erklärt Markus Kropp, Business Manager der BASF Future Business. "Wir sehen E-Signs als den Einstieg in den vielversprechenden Markt der E-Paper-Anwendungen wie elektronische Zeitungen und Zeitschriften, E-Books und Smart Cards, also Chipkarten mit elektronischen Zusatzfunktionen." Im Rahmen der Kooperation wird BASF Farbstoffe entwickeln, die die heute verfügbaren Blau-Weiß-Displays mehrfarbig erscheinen lassen. Die elektronischen Anzeigenfelder funktionieren nach dem Prinzip der Elektrophorese und werden daher Electrophoretic Displays (EPDs) genannt: Ein Gemisch aus Farbstoffpartikeln wird einem elektrischen Feld ausgesetzt. Auf Grund ihrer unterschiedlichen elektrischen Ladung werden die Teilchen voneinander getrennt und bewegen sich auf einen sichtbaren Vordergrund oder einen nicht sichtbaren Hintergrund zu. Auf diese Weise kann jeder Bildpunkt auf der Oberfläche des Displays weiß oder farbig erscheinen.