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Canon stellt High-End-Kamera vor

EOS-1Ds Mark II mit 16,7 Megapixeln. Canon hat seine digitale Spiegelreflexkamera EOS-1Ds überarbeitet und nimmt nun eine EOS-1Ds Mark II ins Programm. Die Kamera richtet sich an Profi-Fotografen vor allem in den Bereichen Katalog-, Portrait- und Studio-Fotografie. Dazu wartet die Kamera mit einer Auflösung von 16,7 Megapixeln auf.
/ Jens Ihlenfeld
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Die EOS-1Ds Mark II verfügt über einen Vollformat-CMOS-Sensor von 24 x 36 mm und soll erstmals auf der Photokina gezeigt werden. Die bei Digitalkameras sonst übliche Brennweitenverlängerung gibt es damit nicht. Für die Bildverarbeitung setzt Canon dabei auf den Bildprozessor DIGIC II.

Die Kamera wartet mit fünf voreingestellten und zwei individuell einstellbaren Farbmatrizen auf. Zudem wird Adobe RGB über die Dateiformate DCF 2.0 und Exif 2.21 unterstützt. Der Weißabgleich lässt sich besonders fein justieren.

Die Profikamera soll aber vor allem schnell sein. Laut Canon ist sie in 0,3 Sekunden einsatzbereit und liefert Serienbilder mit bis zu vier Aufnahmen pro Sekunde in voller Auflösung bei bis zu 32 Aufnahmen im JPEG- oder 11 Aufnahmen im RAW-Format. Damit soll die Kamera schneller sein als die meisten Studio-Blitzgeräte.

Unterstützt wird dabei eine Lichtempfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 1600, aber auch eine Ausweitung auf ISO 50 bis ISO 3200 über so genannte Custom-Funktionen ist möglich.

Wie die im Januar vorgestellte EOS-1D Mark II mit 8,2 Megapixeln bietet auch die neue Kamera Verschlusszeiten von 1/8000 bis zu 30 Sekunden. Die Scharfstellung erfolgt über einen 45-Punkt-Autofokus.

Gegenüber ihrem Vorgänger wartet die EOS-1Ds Mark II mit feineren Möglichkeiten zur Einstellung der Bildqualität auf und erlaubt unter anderem auch JEPG-Bilder mit nur 4,5 Megapixeln. Maximal erreichen die Aufnahmen eine Auflösung von 4.992 x 3.328 Pixeln.

Zur Blitzsteuerung unterstützt die Kamera E-TTL II, das zu Canons Blitzgeräten der EX-Serie kompatibel ist. Zudem verfügt die Kamera über ein LCD mit 230.000 Pixeln, das eine Diagonale von 2 Zoll aufweist.

Zur Speicherung der Aufnahmen kann die Kamera zwei Compact-Flash- und SD-Karten aufnehmen. Damit ist auch ein Backup wichtiger Aufnahmen in der Kamera möglich. Der Anschluss an den Rechner erfolgt via FireWire (IEEE1394), aber auch ein USB-Anschluss z.B. zur direkten Verbindung mit einem Drucker ist integriert. Darüber hinaus verfügt die Kamera über einen TV-Ausgang.

Optional bietet Canon mit dem WFT-E1 zudem einen WLAN-Adapter für die Kamera an, der sich im Übrigen auch mit der EOS-1D Mark II und der EOS 20D nutzen lässt. Er soll ab November zu haben sein, einen Preis nannte Canon noch nicht.

Die EOS-1Ds Mark II ist dabei in einem Magnesiumgehäuse untergebracht, das auch in rauer Umgebung Schutz bieten soll. Der Verschluss soll 200.000 Aufnahmen durchhalten, der EF-Bajonett ist aus rostfreiem Stahl gefertigt. Es nimmt auch TS-E- und MP-E-Objektive auf, EF-S-Objektive lassen sich mit der Kamera aber nicht verwenden. Der Akku soll für rund 1.200 Aufnahmen durchhalten.

Die EOS-1Ds Mark II soll ab November 2004 für 7.999,- Euro erhältlich sein.


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