Broadcom: Linux-Treiber für SATA-RAID
Zwar bietet Broadcom die BC4000-Treiber zunächst nur in binärer Form für Red Hat 9, Red Hat Enterprise 3.0 und Fedora Core1 an, Unterstützung für Suse Linux soll ab dem vierten Quartal 2004 folgen. Langfristig sei aber geplant, Open-Source-Treiber für die Controller anzubieten und diese nach Möglichkeit auch in den offiziellen Linux-Kernel zu integrieren, so Mark Taylor, Director of RAID Marketing bei Broadcom im Gespräch mit Golem.de. Da die Broadcom-Lösung aber vor allem aus Software bestehe, sei dies nicht ganz einfach.
Broadcoms RAID-Controller warten dabei mit Funktionen wie "Online Capacity Expansion", Controller Spanning und RAID-Level Migration bei laufendem Betrieb auf. Damit ist es unter anderem möglich, mehrere Controller in einem System zu einem einzigen virtuellen Controller zusammenzufassen und an diesem bis zu 32 SATA-Festplatten zu betreiben.
Die BC4000-RAID-Controllerkarten basieren auf Broadcams RAID-Software namens XelCore, die wiederum auf der proprietären Fulcrum-Architektur, einer hochintegrierten Speicherarchitektur, basiert. Damit werden die RAID-Level 0, 1, 5, 10, 50, 1n, 10n sowie JBOD unterstützt. Zudem ist es möglich, mehrere Array-Typen pro Laufwerk zu definieren, so dass verschiedene RAID-Level auf einem einzelnen Laufwerksatz genutzt werden können.
Die SATA-basierten RAID-Controller RAIDCore BC4000 von Broadcom sind mit acht Kanälen für 365,- US-Dollar bzw. 289,- US-Dollar mit vier Kanälen zu haben. Die Linux-Treiber stehen als Download zur Verfügung.