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Bericht: Gravenreuth stellt sich hinter seinen Kollegen

Münchner Anwalt soll zu Raubkopierer-Bande gehören. Zu den Vorgängen rund um den festgenommenen und mittlerweile in Untersuchungshaft sitzenden Münchner Rechtsanwalt Bernhard S. äußerte sich nach einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) der SZ jetzt auch der bekannte Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth.
/ Andreas Donath
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Nach dem am Samstag (17.09.2004) erschienenen Artikel in der SZ sagte von Gravenreuth, dass der Vorwurf der Geldwäsche in Millionenhöhe bereits entkräftet wurde: Die Zahlungen hätten nur in vier- bis fünfstelliger Höhe gelegen, hieß es. Verteidiger von RA S. soll Thomas Pfister sein. Dieser erwartet die baldige Freilassung seines Mandanten. Das Verhalten der Ermittlungsbehörden erinnere ihn "fatal an die Methoden in Guantanamo Bay" . Er teilte der SZ gegenüber mit, dass man Bernhard S. nach der Durchsuchung seiner Wohnung nach Thüringen gebracht habe und auch 23 Stunden danach noch nicht die Möglichkeit eingeräumt habe, mit seinem Kollegen, dem Strafverteidiger oder der Verlobten zu reden.

Am 16. September 2004 fanden Hausdurchsuchungen in Thüringen, Niedersachsen und Bayern statt, darunter befand sich auch eine bekannte Münchner Anwaltskanzlei. Gegen RA Bernhard S. sowie weitere drei Hauptbeschuldigte erließ das zuständige Amtsgericht in Mühlhausen Haftbefehle. Es hieß, dass neben der Verbreitung von Raubkopien auch wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt werde.

Die Täter sollen über die Internetseite www.ftp-welt.com zwischen Juni 2003 und September 2004 an über 45.000 Abnehmer Raubkopien verteilt haben. Dabei sollen Einnahmen von knapp einer Million Euro erzielt worden sein, zitiert der Tagesspiegel die Staatsanwaltschaft Mühlhausen.


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