Ashen, Ghost Recon und Die Sims: Highlights für das N-Gage
Tests aktueller Spiele für Nokias Handheld. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten scheint das N-Gage von Nokia ganz langsam seinen Platz im Markt zu erobern – immerhin konnte Nokia kürzlich eine Million verkaufte Geräte weltweit vermelden, und dank des im Vergleich zum ersten N-Gage in vielerlei Hinsicht verbesserten Nachfolgers N-Gage QD haben auch die Spötteleien über das Spiele-Handy spürbar nachgelassen. Das Spiele-Angebot ist zwar weiterhin überschaubar, in den letzten Wochen sind aber zumindest ein paar recht empfehlenswerte Programme erschienen, von denen im Folgenden drei vorgestellt werden sollen.
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Bei Ghost Recon: Jungle Storm handelt es sich um eine Portierung der auf Konsolen und PC sehr erfolgreichen Taktik-Shooter-Reihe. Auf dem N-Gage übernimmt man das Kommando über eine vierköpfige Truppe, die in einem fiktiven Szenario im Jahre 2010 in Kolumbien und Kuba gegen fiese Drogenbarone vorgehen muss. Die Ziele der insgesamt acht Missionen sind meist recht ähnlich – Gegner müssen aus dem Weg geschafft und Geiseln befreit werden, zudem gilt es oft auch, feindliche Anlagen zu stürmen und gegebenenfalls zu zerstören.
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Die taktische Tiefe der Reihe ist auf dem N-Gage erhalten geblieben, plumpes Geballer ohne Planung wird nur selten weiterhelfen. Per Knopfdruck kann zwischen den mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestatteten Kämpfern hin- und hergeschaltet werden, die Steuerung aus der Ego-Perspektive wurde dabei sehr eingängig und überzeugend gelöst. Auch die Grafik kann sich sehen lassen und wartet mit detaillierten Umgebungen und Charakterdarstellungen auf; nur wenn man die hilfreiche Zoom-Funktion zu sehr ausnutzt, wird man mit relativ groben Pixel-Haufen bestraft.
Größter Kritikpunkt an dem 40,- bis 50,- Euro teuren Spiel ist sicherlich der recht geringe Umfang – die acht Missionen sind viel zu schnell durchgespielt. Zumindest wurde aber ein Multiplayer-Modus integriert, der bis zu acht Teilnehmer via Bluetooth in diversen Modi wahlweise mit- oder gegeneinander antreten lässt.
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Während auf dem PC soeben Die Sims 2 dazu ansetzt, die Verkaufsrekorde des Vorgängers nochmals zu überbieten, können sich N-Gage-Besitzer mit Die Sims brechen aus beschäftigen – ebenfalls eine Umsetzung des von diversen Spielekonsolen bekannten Titels. Das Gameplay dürfte hinlänglich bekannt sein, im Vergleich zur PC-Version etwa sind die Handlungsmöglichkeiten allerdings stark eingeschränkt: Zwar lässt sich auch hier zunächst ein virtueller Sim ganz nach den eigenen Vorstellungen schaffen und kreieren, im Folgenden sind die Aktionsoptionen aber meist recht vorgegeben – eine ähnliche freie Aufbauvielfalt wie bei den Vorlagen gibt es nicht.
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Stattdessen rast man von Mini-Auftrag zu Mini-Auftrag, erfüllt einfache Aufgaben und wird dafür mit kleinen Mini-Spielen belohnt. Natürlich muss Sim-typisch bei allen Aktionen beständig auf die acht Anforderungswerte des virtuellen Alter Ego geachtet werden – hat der nämlich Hunger oder muss aufs Klo, verschlechtert sich die Stimmung recht schnell.
Optisch sind Die Sims auf dem N-Gage zwar ansehnlich, allerdings hätte sich sicherlich deutlich mehr aus der Hardware herausholen lassen. Dafür ist die Bedienung sehr gut und einfach gelöst, die zahlreichen Aufgaben und der natürlich auch hier schnell einsetzende Sammeltrieb – ständig ist man auf der Suche nach neuen Objekten, um die eigene Lebensqualität zu verbessern – sorgen für lang anhaltende Motivation, die den Kaufpreis von 40 Euro durchaus rechtfertigen. Schade allerdings, dass ein wirklicher Multiplayer-Modus nicht integriert wurde – mehr als das Austauschen des Inventars mit anderen Spielern wird nicht geboten.
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Da die meisten Third-Party-Hersteller, die Spiele für das N-Gage bereitstellen, auf Umsetzungen bekannter Konsolentitel setzen, ist das Angebot an direkt auf die Fähigkeiten des Spiele-Telefons zugeschnittenen Programmen naturgemäß sehr gering. Diese Lücke versucht Nokia selbst nun durch Eigenentwicklungen zu schließen – und hat mit dem Ego-Shooter Ashen da auch gleich einen ziemlichen Volltreffer gelandet.
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Die Story um schief gegangene Experimente, die das Tor zu einer anderen Dimension geöffnet haben, kann man getrost ignorieren, für viel Atmosphäre ist allerdings trotzdem gesorgt – einerseits auf Grund der flüssigen und sehr ansehnlichen 3D-Grafik, andererseits aber auch dank des stimmungsvollen und leicht düsteren Sounds – wer Horror-&-Grusel-Atmosphäre mag, wird Ashen sicherlich schnell in sein Herz schließen. Die dunklen Gewölbe und Gänge, aber auch die schönen und gespenstischen Außenlevel in den Gassen einer Kleinstadt lassen ein für ein Handheld-Spiel eher ungewöhnliches Kribbeln entstehen, das eindeutig für die Fähigkeiten der Programmierer spricht.
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Die KI der feindlichen Monster ist durchaus annehmbar – um sie auszuschalten, darf zudem aus einem recht umfangreichen Waffenarsenal gewählt werden. Einzig die Rätsel bieten leider nur sehr simple und typische Shooter-Kost – über das bekannte Schalter-Drücken geht das selten hinaus.
Wie schon bei Ghost Recon muss man auch bei Ashen die recht geringe Spieldauer bemängeln, die das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Vollpreistitels ein wenig schmälert. Auch hier sorgt allerdings der sehr gute Multiplayer-Modus dafür, dass nach dem Lösen der letzten Mission noch genug zu erleben ist – wenn man denn Freunde mit einem N-Gage hat.