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ATI: Bald PCI-Express-Grafikkarten mit 'Shared Memory'

HyperMemory-Technik und weniger lokaler Grafikspeicher sollen Kosten sparen. Mit seiner HyperMemory-Technik will ATI künftigen PCI-Express-Grafikkarten auf Radeon-Basis ermöglichen, den Hauptspeicher des PCs als Grafikspeicher mitbenutzen zu können. Die Technik ist unterdessen nichts Neues, Teile des Hauptspeichers als virtuellen Grafikspeicher verwalten können etwa die Profigrafikkarten von 3Dlabs.
/ Christian Klaß
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Im Grunde propagiert ATI damit einen Mix aus Onboard- und Shared-Memory. ATI will es seinen Partnern ermöglichen, Grafikkarten mit weniger Speicher günstiger anbieten zu können. 16fach PCI Express würde es dank der sehr hohen Bandbreite erstmals ermöglichen, die Grafikchipleistung weniger abhängig vom Grafikspeicher zu machen. So sollen die PC-Kosten insgesamt gesenkt werden können, ohne Grafikleistung zu opfern.

Allerdings erscheint dies nur sinnvoll, wenn auch der jeweilige Rechner genügend Hauptspeicher mit sich bringt. Zudem könnten die ständigen Speicherzugriffe der Grafikkarte das System stärker belasten. ATI verspricht jedoch, dass die kritischen 3D-Grafikdaten direkt auf der Grafikkarte gespeichert bleiben und nur weniger häufig benötigte im Hauptspeicher verbleiben. Zudem soll HyperMemory die Übertragungsgeschwindigkeit bei Datentransfers über den Systembus erhöhen und damit die Speicherzugriffe selbst schneller und effizienter durchführen als es ohne HyperMemory der Fall wäre.

Grafikkarten mit HyperMemory-Technik sollen noch 2004 vorgestellt werden. Mehr hat ATI dazu leider nicht verlauten lassen. Die Technik erscheint – sofern ihre Auswirkungen wirklich nur geringe negative Auswirkungen auf die Grafikleistung haben – nicht nur für günstige Produkte interessant, sondern auch für teurere. Denn irgendwann werden auch 256-MByte-Grafikkarten an ihre Grenzen stoßen.


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