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Microsoft darf OpenOffice.org-Nutzer verklagen

Nichtangriffspakt zwischen Sun und Microsoft gilt nicht für OpenOffice.org. Im April 2004 verkündeten Sun und Microsoft die Beilegung aller Rechtsstreitigkeiten sowie die Vereinbarung eines Nichtangriffspaktes. Microsoft zahlte in diesem Zusammenhang insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar an Sun. Doch, wie jetzt bekannt wurde, macht die Vereinbarung eine dedizierte Ausnahme: OpenOffice.org.
/ Jens Ihlenfeld
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Ungeachtet aller anderen Vereinbarungen gilt der zwischen Sun und Microsoft geschlossene Nichtangriffspakt nicht für OpenOffice.org. So vereinbarten die Unternehmen, sich weder gegenseitig noch "autorisierte Lizenznehmer" auf Schadenersatz in der Vergangenheit oder der vereinbarten zehnjährigen Dauer des Stillstandabkommens zu verklagen – mit Ausnahme von Suns freier Office-Suite OpenOffice.org.

Microsoft wird explizit das Recht eingeräumt, Schadenersatz von Sun, seinen Lizenznehmern und auch Nutzern von OpenOffice.org zu verlangen, dies geht aus einem Dokument(öffnet im neuen Fenster) hervor, das Sun jetzt bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat.

StarOffice, Suns kommerzielle Version von OpenOffice.org, ist von dieser Ausnahmeregelung wiederum ausgenommen. Sollte Sun zudem Schadenersatz an seine Lizenznehmer zahlen müssen, da diese von Microsoft wegen OpenOffice.org verklagt wurden, übernimmt Microsoft unter bestimmten Bedingungen zudem diese Zahlungen für Sun.

Gegenüber NewsForge.com(öffnet im neuen Fenster) hat Sun die Ausnahme im Abkommen relativiert. Mit der Vereinbarung schützt Sun seine Kunden vor Ansprüchen seitens Microsoft. Da OpenOffice.org aber kein Produkt von Sun ist, könne man dies hierfür aber nicht anbieten. Hinzu kommt, dass Sun zwar starken Einfluss auf OpenOffice.org hat, das Open-Source-Projekt aber sicher nicht vollständig kontrollieren kann.


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