Große Gefahr durch JPEG-Bilder für Microsoft-Applikationen
Bei der Verarbeitung von JPEG-Bildern kann ein Buffer Overrun auftreten, worüber ein Angreifer Dateien öffnen oder löschen, Programme starten sowie neue Benutzerkonten anlegen kann, sofern das Opfer mit Administratorrechten angemeldet ist. Der Gefährdungsgrad sinkt, verschwindet aber nicht, falls das Opfer niedrigere Systemrechte besitzt.
Ein speziell formatiertes JPEG-Bild muss dazu lediglich in eine Webseite, ein Office-Dokument oder eine E-Mail eingebunden sein und dann mit einer entsprechenden Microsoft-Applikation geöffnet werden, damit das Sicherheitsloch ausgenutzt werden kann. Gleiches gilt auch, wenn eine solche JPEG-Datei auf einem beliebigen Datenträger liegt und mit einer Microsoft-Software angezeigt wird.
Da die für die Verarbeitung von JPEG-Dateien betroffene Komponente gdiplus.dll in verschiedenen Microsoft-Produkten verwendet wird, sind auch etliche Applikationen aus Redmond davon betroffen. Dazu gehören der Internet Explorer 6.x, das .NET Framework sowie in der Standard-Konfiguration Windows XP mit und ohne Service Pack 1 sowie Windows Server 2003. Auch in zahlreichen Office-Applikationen und einer Reihe von Entwicklerwerkzeugen sowie Programmen zur Bildbearbeitung steckt dieses Sicherheitsleck. Eine ausführliche Übersicht der einzelnen Applikationen gibt das passende Security Bulletin(öffnet im neuen Fenster) .
Ein Patch für die zahlreichen, von der JPEG-Sicherheitslücke betroffenen Microsoft-Applikationen steht ab sofort über ein entsprechendes Security Bulletin zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Die Sicherheitslücke wurde mit dem Service Pack 2 für Windows XP bereits behoben, so dass dafür kein Patch benötigt wird.



