Spieletest: Medieval Lords - Sim City im Mittelalter

Um die Stadtmauern weiter nach außen zu verschieben und den eigenen Ruhm immer weiter zu vermehren, muss vor allem für das Wohl der Bevölkerung gesorgt werden – erst wenn alle Bewohner eines Hauses stimmungsmäßig ein gewisses Niveau erreicht haben, steigt das Gebäude im Rang auf und man kann weiteren Expansionsplänen nachgehen. Insgesamt gibt es sechs Werte, die für die Bevölkerung beachtet werden müssen – neben Hunger und Durst sind dies Gelassenheit, Muße, Gesundheit und Sicherheit.
Für einigen Spielspaß sorgt die enge Verbundenheit dieser Werte: Stellt man etwa mehr Galgen auf, steigert das zwar das Sicherheitsgefühl, besonders wohl fühlen sich die Menschen im Angesicht zahlreicher Foltermaschinen allerdings nicht. Eine Kirche steigert die Stimmung, kostet aber Geld, und ein Bauernhof verbessert die Nahrungssituation, verschlechtert aber das Wohnambiente. Nichtsdestotrotz werden sich Strategieprofis auf Grund der wenigen Ressourcen (prinzipiell nur Geld und Nahrung) und dem Weglassen eines richtigen Handelsparts ziemlich in ihrer Aktionsfreiheit beschnitten fühlen.
Fazit:
Hübsch sehen die Städte in Medieval Lords ja durchaus aus, viel Spaß beim Aufbau hat man trotzdem nicht – dafür sind die Möglichkeiten einfach zu gering. Den misslungenen Militärpart kann man ja noch verschmerzen, allerdings motiviert auch der Rest der Kampagnen nur wenig – zu gering sind die spielerischen Möglichkeiten, die einem an die Hand gegeben werden. Da rettet auch der Editor, mit dem man sich eigene Endlos-Szenarien erstellen kann, nicht mehr viel.



