Abo
  • Services:

Internet-Telefonie gerät ins Visier der Behörden

VATM: Überwachung im Telekommunikationsmarkt darf nicht weiter ausufern

Angesichts der anstehenden Novellierung der Verordnungen zum neuen Telekommunikationsgesetz (TKG) haben die im VATM zusammengeschlossenen Unternehmen über Inhalte und mögliche Risiken bei der Umsetzung der TKÜV informiert. Neben vielen technischen Details setzten sich die 50 Teilnehmer auch mit der Frage auseinander, wie die Regelungen der Überwachung der Telekommunikation auf die Zukunftstechnologie Voice over IP (VoIP) angewendet werden können.

Artikel veröffentlicht am ,

Auf einem Workshop am 9. September 2004 in Köln wurden die Anforderungen zur gesetzlichen Überwachung von E-Mails beleuchtet und Lösungen für die technischen Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt, die zukünftig auch die Überwachung der E-Mail-Kommunikation sicherstellen sollen.

Stellenmarkt
  1. Consors Finanz, München
  2. Aareal Bank AG, Wiesbaden

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) verwies darauf, dass die Überwachungsmöglichkeiten bei VoIP nicht geringer sein dürfen als bei der herkömmlichen Sprachkommunikation, um den Anforderungen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit nachzukommen.

In der Diskussion wurde nach Veranstalterangaben deutlich, dass bei Voice over IP im Gegensatz zu konventionellen Sprachtelefonienetzen eine andere Technologie zu Grunde liegt, die die Ausleitung der Daten zu Zwecken der Überwachung für die Unternehmen erschwert. Will man nicht kostentreibende Einzellösungen schaffen, müssen nach Verbandsmeinung Schnittstellen und Übergabepunkte festgelegt werden.

Es fehlen auch noch Regelungen, bei denen die Besonderheiten des Internets berücksichtigt werden und gleichzeitig eine Überregulierung vermieden werden kann, so der VATM. Derzeit wird an internationalen Empfehlungen - z.B. beim ETSI (European Standardisation Telecommunications Institute) - zur technischen Standardisierung und Spezifikation in diesem Bereich gearbeitet.

Brisanz birgt auch die noch zu regelnde Entschädigung und Kostenfrage bei der Telekommunikationsüberwachung. Die Unternehmen verwiesen darauf, dass ohne eine Kostenbeteiligung des Staates eine effiziente Überwachung nicht gewährleistet sei.

"Obwohl Überwachung ausschließlich im Interesse des Staates erfolgt, haben sich die Unternehmen bereit erklärt, sich über das normale Maß an den Kosten der Überwachung zu beteiligen und den gesetzlich verankerten Zugriff auf die vorhandenen Daten zu gewährleisten", erläuterte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. "Solange der Staat die Überwachung aber fast zum Null-Tarif bekommt, droht das Ganze zu einem Selbstbedienungsladen der staatlichen Überwachungsorgane zu werden. Dem kann nur Einhalt geboten werden, wenn die staatlichen Stellen angemessen an den Kosten beteiligt werden."

Weitere Belastungen der Unternehmen sind nach Aussagen des Verbandes allenfalls dann hinnehmbar, wenn die Maßnahmen auch einen realen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit leisten können. "Wir müssen einer Informationsbeschaffung den Vorzug geben, die nicht die Menge der Datenerfassung, sondern gezielt und effizient die Verwertbarkeit elektronischer Daten für die Bedarfsträger im Auge behält. Sicherheitserfordernisse müssen daher im Einklang mit wirtschaftlicher Vernunft stehen", so Jürgen Grützner. Im Dialog mit der Bundesregierung und der Reg TP wird sich der VATM in den kommenden Wochen dafür einsetzen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) hatte am 6. Juli 2004 den Entwurf der neuen Telekommunikations-Überwachungsverordnung (TKÜV) vorgelegt, die die bisherige Verordnung vom 29. Januar 2002 ablösen soll. Die betroffenen Unternehmen und Interessenvertretungen haben bis zum 22. September 2004 Gelegenheit, den Entwurf zu kommentieren. Eine öffentliche Anhörung ist für den 27. September 2004 geplant.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-31%) 23,99€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  4. (-58%) 23,99€

Denkanstoss 02. Okt 2004

Du hast den Baig wohl nur voll sch... Denk ma ein stück weiter, du bist solange Legal...

Silent but deadly 01. Okt 2004

Grundsätzlich fänd ich es gut, wenn der Staat die Möglichkeit bekäme auch...

Mailerdemon 14. Sep 2004

Nun, der Unterschie wird weiterhin darin bestehen, dass jetzt alles Rechtsstaatlich...

Schoolkilla 13. Sep 2004

Das nennt man Ost-West-Angleichung :)

nerd 13. Sep 2004

ich telefoniere fast nur mehr mit skype..das hat ne verschluesselung inbegriffen und ist...


Folgen Sie uns
       


Square Enix E3 2018 Pressekonferenz - Live

Lara Croft steht kurz vor ihrer Metamorphose, Dragon Quest 11 und Final Fantasy 14 erblühen in Europa und zwei ganz neue Spieleserien hat Square Enix auch noch vorgestellt. Wie fanden wir das?

Square Enix E3 2018 Pressekonferenz - Live Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /