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UserLinux - erste Beta erschienen

ISO-Image mit 4,5 MByte steht zum Download bereit

Das vom Open-Source-Pionier Bruce Perens initiierte Projekt "UserLinux" ist jetzt in einer ersten Beta-Version verfügbar. Ziel von UserLinux ist es, eine einheitliche, herstellerunabhängige Plattform zu schaffen, für die zahlreiche Unternehmen kommerziellen Support anbieten können.

Artikel veröffentlicht am ,

Da UserLinux auf Debian basiert, ist mit einer Veröffentlichung der fertigen Version von UserLinux nicht vor der Veröffentlichung von Debian 3.1 alias Sarge zu rechnen, die für den 15. September 2004 geplant ist. Die aktuelle Beta von UserLinux ist für x86-Systeme verfügbar, es ist aber auch eine spezielle Version für AMD64-Systeme geplant, auch wenn Debian selbst keine reine AMD64-Version veröffentlichen wird. Debian setzt hingegen auf einen Multi-Architektur-Ansatz und behandelt AMD64-Optimierungen als Erweiterung für seine normale x86-Distribution. UserLinux' spezielle AMD64-Version soll später erscheinen als die 32-Bit-Version für x86.

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Bruce Perens, einer der Gründer der Open-Source-Initiative und der Linux Standard Base sowie Direktor des Desktop Linux Konsortiums, hatte im November 2003 die Entwicklung einer unabhängigen Linux-Distribution - UserLinux - gefordert und im Dezember 2003 einen ersten konkreten Entwurf für ein solches UserLinux vorgelegt.

Perens sieht mit den sich wandelnden Geschäftsmodellen kommerzieller Linux-Distributoren die größten Vorteile von GNU/Linux dahinschmelzen. Diese würden zunehmend ihre Produkte pro Nutzer berechnen und dabei Preise verlangen, die für viele Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich sind. Kern des Open-Source-Modells sei es, Nutzern mehr Kontrolle über die Software zu geben, doch die heutigen "Enterprise-Linux-Angebote" führten letztendlich wieder zu einem Lock-In, das Nutzern teure Abonnements aufzwängt, so Perens.

Perens' Antwort auf diese Entwicklung heißt UserLinux, ein GNU/Linux-System, das von verschiedenen Unternehmen auf Basis einer Kostenteilung entwickelt wird. Perens skizziert dabei ein System, das sich an das System der Entwicklung des Linux-Kernels anlehnt und in dessen Kern eine gemeinnützige Organisation steht. Um diesen Kern sollen sich viele kommerzielle Unternehmen versammeln, die einzeln sowie unter einem gemeinsamen Dach Dienstleistungen auf Basis dieser Distribution anbieten. Der Non-Profit-Kern soll dabei als Markt aufgebaut und für den Unternehmenseinsatz zertifiziert werden. Kunden könnten ihren Dienstleister dann frei wählen und eine Dachorganisation sicherstellen, dass auch international agierende Großkunden bedient werden können.

Für viel Wirbel hatte Perens' Ankündigung gesorgt, nur die Desktop-Umgebung GNOME offiziell zu unterstützen, schließlich soll UserLinux eine Vorauswahl an Applikationen bieten, statt möglichst viele Alternativen zur Verfügung zu stellen - nur einen Desktop, nur ein Mail Transport Agent, nur einen Web-Server und nur eine Datenbank.

Die Beta-Version von UserLinux liegt als 4,5 MByte großes ISO-Image vor, das den Debian-Installer und einige Basis-Komponenten enthält, das übrige Betriebssystem wird dann aber während der Installation aus dem Internet heruntergeladen. Das ISO-Image kann unter userlinx.com heruntergeladen werden.

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manatsu 12. Sep 2004

Qt steht unter der GPL, ist also genauso frei wie GTK+. Das einzige Problem, das Firmen...

manatsu 12. Sep 2004

Qt steht unter der GPL, ist also genauso frei wie GTK+. Das einzige Problem, das Firmen...

/me 12. Sep 2004

Da bin ich nicht ganz deiner Meinung, das Problem an den meisten kommerziellen...

/me 12. Sep 2004

Da bin ich nicht ganz deiner Meinung, das Problem an den meisten kommerziellen...

Orthograf 11. Sep 2004

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