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IDF: Intel und NASA wollen Earth Simulator übertrumpfen

Über 10.000 Itanium-2-CPUs sollen weltschnellsten Supercomputer ermöglichen. Das Rennen um den ersten Platz der weltweit schnellsten Supercomputer will in naher Zukunft die US-Weltraumbehörde NASA für sich entscheiden. Der gemeinsan mit Intel entwickelte Itanium-2-Supercomputer des "Project Columbia" soll den von NEC gebauten japanischen Earth Simulator übertrumpfen – und fast die doppelte Rechenleistung bieten.
/ Christian Klaß
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Der Earth Simulator führt seit drei Jahren die Top500-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer an. Seine 5.120 CPUs erzielen gemeinsam eine Rechenleistung von 35,86 Tflop/s ("Teraflops" oder Billionen von Berechnungen pro Sekunde). Das NASA-Projekt Columbia soll es hingegen auf etwa 60 Tflops bringen, braucht dafür aber auch 10.240 Itanium-2-CPUs mit Madison-Kern. Für die etwa doppelte Earth-Simulator-Leistung werden demnach auch doppelt so viele CPUs benötigt.

Einsetzen will die NASA ihr Project-Columbia-System unter anderem für Wetterberechnungen für bis zu fünf Tage im Voraus, basierend auf aktuellen Wetterdaten. Intel-Chef Paul Otellini hatte zu seiner IDF-Fall-2004-Eröffnungsrede nicht nur Walt Brooks, den Leiter der NASA-Supercomputer-Abteilung, sondern auch einen Astronauten und Space-Shuttle-Piloten vor Ort, beide erhofften sich von dem neuen Supercomputer eine sicherere Raumfahrt, da die nötigen Berechnungen schneller und genauer ausgeführt werden könnten.

Die Entwicklung des Project Columbia soll weniger Zeit in Anspruch nehmen als bei Supercomputern üblich. Voraussichtlich Ende 2004 soll der Supercomputer seine Arbeit aufnehmen, war seitens Intel zu hören.


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