IDF: Multi-Core-Prozessoren von Intel für alle Bereiche
HyperThreading sei ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu Multi-Core-CPUs gewesen, denn die Technik habe Entwicklern frühzeitig Anreize geboten, Applikationen zu entwickeln, die eine parallele Befehlsverarbeitung unterstützen. So gebe es schon heute zahlreiche Programme, die direkt von der Einführung von Multi-Core-CPUs profitieren werden.
"Es geht nicht nur darum, zwei Kerne in ein Stück Silizium zu stecken" , so Otellini. "Die Multi-Core-Technik erlaubt es Entwicklern, die Vorteile aktueller Ressourcen und Werkzeuge zu nutzen, um Innovationen und neue Mehrwerte für Endnutzer zu schaffen."
Otellini präsentiert als erste Multi-Core-CPU einen Itanium-Prozessor mit Montecito-Kern. Der Chip verfügt neben zwei je Hyperthreading-fähigen Kernen über insgesamt 1,7 Milliarden Transistoren und 24 MByte Cache. Otellini betonte aber, dass Montecito nur eines von zahlreichen Multi-Core-Prozessor-Projekten bei Intel darstellt. Der auf der ersten IDF-Keynote präsentierte Montecito-Server verfügt über vier Montecito-CPUs mit je zwei Kernen und HyperThreading.
Das Unternehmen arbeitet auch an Multi-Core-Chips für Desktops und Notebooks sowie andere Server-Bereiche, die im Laufe des IDF noch angesprochen werden sollen. Dual-Core-CPUs für den Server-, Desktop- und Notebook-Bereich stellte Otellini für 2005 in Aussicht. Prozessoren mit mehr als zwei Kernen soll es ab 2006 geben.
Neben den Multi-Core-CPUs nannte Otellini aber auch neue Funktionen, die Intel in Chipsätz integrieren will, darunter die "Intel Active Management Technology" (IAMT), die ein Informationsmanagement über diverse Plattformen hinweg vom Handheld bis zum Server erlauben soll. Hinzu kommt die schon mehrfach von Intel angesprochene Virtualisierungstechnik "Vanderpool Technology" (VT) sowie Intels TCG-Erweiterung "LaGrande Technology" (LT).



