Abo
  • Services:

BionicFX - 3D-Grafikkarten berechnen Raumklang-Effekte

Programmierbare Grafikprozessoren als Audio-Effekt-Prozessoren

Das US-Unternehmen BionicFX nutzt Nvidia-Grafikkarten als Audio-Effekt-Prozessoren. Dazu wandelt ein "Audio Video Exchange" (AVEX) getaufter Algorithmus die digitalen Audiodaten in Grafikdaten um, lässt die leistungsfähigen 3D-Grafikchips die Effekt-Berechnungen durchführen und wandelt die Ergebnisse hinterher wieder in Audiodaten um.

Artikel veröffentlicht am ,

BionicFX zufolge ist AVEX primär für diejenigen gedacht, die nicht Zehntausende Dollar in Effekt-Equipment stecken können. Dennoch soll AVEX ein technologischer Durchbruch sein, da so auch Hobby- und Profi-Musiker Audio-Effekte in Studioqualität bei hoher Sampling-Rate zur Verfügung stehen würden. Während aktuelle Intel- und AMD-CPUs eine Rechenleistung von unter 6 Gigaflops bieten würden, soll es etwa die GeForce-6800-Architektur auf über 40 Gigaflops schaffen.

Stellenmarkt
  1. A. Menarini Research & Business Service GmbH, Berlin
  2. abilex GmbH, Stuttgart

BionicReverb soll das erste Effekt-Plug-In für VST-kompatible Mehrspur-Recording-Software sein, das AVEX nutzen wird. Der Audio-Effekt wird durch Kombination einer Impulsansprechverhalten-Datei mit digitalem Sound generiert. Das Impulsansprechverhalten eines Orts erhält man, wenn die widerhallenden Schallwellen bei Abfeuern einer Startpistole aufgezeichnet werden.

Die Kombination der beiden Dateien durch mathematische Faltung ist ein laut BionicFX sehr CPU-belastender Prozess, was aber durch Auslagerung aufwendiger Berechnungen auf den Grafikprozessor entschärft werden könne. AVEX funktioniert wie folgt: Der Algorithmus transformiert Audioströme in die Struktur und Farbe von Grafikdaten. Die Grafikdaten werden auf der Grafikkarte durch Pixel- oder Fragment-Shader gejagt, welche die Daten als Texturen mittels Audio-Effekt-Algorithmen bearbeiten. Das Ergebnis wird aus Videopuffern ausgelesen und von AVEX wieder in Audio dekodiert.

Amateur- und Profi-Gitarristen, Sänger, Pianisten und andere Musiker werden dadurch in die Lage versetzt, bei zu Hause oder im Studio erfolgten Auftritten so zu klingen, als ob sie in bekannten Orten aufgezeichnet wären, verspricht BionicFX vollmundig. Allerdings wurde der zu erwartende Preis für BionicReverb noch nicht genannt.

BionicReverb soll erst im Januar 2005 sein Debüt auf der NAMM-Konferenz feiern. Einen offenen Beta-Test will BionicFX jedoch schon früher starten, wie auf der offiziellen Website www.BionicFX.com nachzulesen ist. Dort zieht man auch den Hut vor dem 3D-Grafik-Programmierer und Doom-3-Engine-Entwickler John Carmack: "Auf Dein Wohl, John Carmack! Die Zweckentfremdung einer GPU für digitale Audioverarbeitung wäre ohne deine Leidenschaft und deinen Einfluss nicht möglich gewesen."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

tqm 05. Okt 2004

das gibts doch schon länger mit der uad-1.

www.ADream.de 06. Sep 2004

Die GPU braucht im 2D Betrieb unter Logic/Cubase natürlich keine 100Watt sondern nur...

www.ADream.de 06. Sep 2004

Ja, stimmt, leise ist sehr wichtig. Aber, die Blütezeit der Matrox Dualheads ist auch in...

www.ADream.de 06. Sep 2004

...also ich find's ja echt seeeehr geil, dass das endlich mal gemacht wird. Ich ärgere...

Tobias 06. Sep 2004

Praktischerweise gibt es ja da die Zalmann Heatpipes. Habe ich schon verbaut - und die...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 6T - Test

Das Oneplus 6T ist der Nachfolger des Oneplus 6 - und als T-Modell ein Hardware Refresh. Neu sind unter anderem ein größeres Display mit kleinerer Notch sowie der Fingerabdrucksensor unter dem Displayglas. Im Test hat das neue Modell einen guten Eindruck hinterlassen.

Oneplus 6T - Test Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /