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Creative liefert erstes Portable Media Center aus

Geräte von Samsung und iriver folgen laut Microsoft im Herbst 2004. Laut einer Microsoft-Ankündigung hat Creative als erster Hersteller mit der Auslieferung eines Portable Media Centers begonnen. Bei Creatives "Zen Portable Media Center" handelt es sich um ein tragbares Audio-, Foto- und Video-Wiedergabegerät, das auf Microsofts Windows-Mobile-Plattform basiert.
/ Christian Klaß
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Die Spezifikationen für Portable-Media-Center-Geräte hat Microsoft gemeinsam mit Hardware-Herstellern und Inhalteanbietern entwickelt. Alle Portable Media Centers (PMC) sollen leicht zu bedienen und nicht nur an den Windows-PC, sondern auch an den Fernseher (PAL/NTSC) und die Stereoanlage angeschlossen werden können. Bei Anschluss externer Videoquellen dienen PMCs auch als kleine digitale Videorekorder.

Neben der Standard-Navigation erlauben die PMCs bei Videos ein schnelles Vorspulen (29 Sekunden) und ein Zurückspulen (7 Sekunden). Auf Grund begrenzter Rechenleistung der mobilen Begleiter können PMCs WMV- und ASF-Dateien nur bis zu einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln und einer Bitrate von unter 800 Kbps darstellen. Damit man nicht groß konvertieren muss, werden Fernsehkarten-Hersteller dies ab Herbst 2004 bei ihrer Software berücksichtigen, so Microsoft.

Weitere unterstützte Formate sind Microsofts Recorded TV Show (.dvr-ms), MPEG-1, MPEG-2 und AVI. Bei Letzterem müssen entsprechende Codecs von Drittherstellern installiert werden, inwiefern Creative und Co. hier etwa DivX und Ähnliches unterstützen, bleibt abzuwarten. Zu den von Hause aus unterstützten Audioformaten zählen WMA und MP3, weiterhin werden JPEG-Bilder wiedergegeben.

Da Daten mittels Microsofts Windows Media DRM 10 geschützt werden, sollen PMPs für Bezahl-Downloads geeignet sein. Zur Synchronisation mit dem Windows-PC über die USB-2.0-Schnittstelle werden der Windows Media Player 10 und Microsofts Auto-Sync-Technik genutzt.

Creatives Zen Portable Media Center wird in den USA ab 2. September 2004 für rund 500,- US-Dollar zzgl. Steuer ausgeliefert. Das Gerät verfügt über eine 20-GByte-Festplatte, ein 3,8-Zoll-TFT-LCD und einen auswechselbaren Akku, der 7 Stunden kontinuierliche Videowiedergabe oder 22 Stunden ununterbrochene Musikwiedergabe erlauben soll.

Im Herbst folgen das Samsung YH-999 Portable Media Center mit ebenfalls 20 GByte für 500,- US-Dollar und zwei Geräte ("iriver PMC-100") von iriver, eines mit 20 GByte für 500,- US-Dollar und eines mit 40 GByte für voraussichtlich 600,- US-Dollar.

Passend zur Verfügbarkeit des Creative Zen PMC haben die Video-on-Demand-Website CinemaNow und die Baseball-Sportwebsite MLB.com angekündigt, passende Videodownloads für PMC-Besitzer anbieten zu wollen. CinemaNow plant, etwa 200 Filme zum Download anzubieten, wobei entweder 3,- bis 4,- US-Dollar pro Anschauen oder zwischen 10,- und 15,- US-Dollar für Kauf-Downloads fällig werden. Für eine begrenzte Qualität erscheint dies etwas hoch, immerhin soll aber bei Ausleihe oder Kauf von höher auflösenden WMV-Downloads für PCs gegen einen Aufpreis von 99,- Cent die PMC-Version mit ausgeliehen bzw. gekauft werden können. Microsoft selbst bewirbt natürlich seinen neuen Musik-Download-Dienst MSN Music als idealen Musik-Shop für US-amerikanische PMC-Besitzer.


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