Interview: Elektra, die Linux Registry

Von einem alten Unix-Nutzer für alte Unix-Nutzer

Auf der KDE-Konferenz stellt Avi Alkalay, Linux-Spezialist und Berater bei IBM, sein Projekt Linux Registry alias Elektra vor. Mit einem allgemeinen Backend für Text-Konfigurationsdateien will das Projekt eine einheitliche Registry für Linux etablieren. Die grundlegende Idee orientiert sich dabei zwar am Windows-Pendant, es sollen aber gezielt die Implementierungsschwächen der Windows Registry vermieden werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Golem.de: Worum geht es bei Linux Registry?

Avi Alkalay: Das Projekt soll eine Infrastruktur schaffen, die endlich den Albtraum der Linux-Konfiguration beseitigt. Programme sollen sich automatisch in das System integrieren, ohne dass der Nutzer eingreifen oder gar Konfigurationsdateien ändern muss.

Golem.de: Wie viele Personen sind an dem Projekt beteiligt?

Alkalay: Mehr als 30, es kommen viele Beiträge, Sprach-Bindings und andere Vorschläge.

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Golem.de: Was ist denn falsch an der Art und Weise, wie Konfigurationsdateien heute gehandhabt werden? Du sagtest in deinem Vortrag, dass zur Verbesserung des Desktops die grundlegende Struktur des Betriebssystems weiterentwickelt werden muss, warum?

Alkalay: Im Desktop-Bereich ist viel passiert: DCOP, XML-RPC, Komponenten, Widgets, bunte Themes, Schriften usw., aber die Organisation des Betriebssystems hat sich nicht verändert. Es ist aber nicht möglich, ein wirklich voll integriertes System anzubieten, ohne auch das zu Grunde liegende Betriebssystem zu überarbeiten.

KDE und Gnome kümmern sich nicht wirklich darum, was mit eingesteckten Webcams oder neuen Grafikkarten passiert. Die Art und Weise, wie das heute gelöst ist, setzt menschliches Denken voraus und macht es notwendig, Text-Dateien wie modules.conf oder XF86Config zu editieren. Eine Software ist ohne eine gehörige Portion künstlicher Intelligenz nicht in der Lage, eine solche Konfigurationsdatei effektiv zu bearbeiten. Es ist von der Programmierung her gesehen sehr schwierig, für den Menschen lesbare Konfigurationsdateien auszuwerten und zu verändern.

Jedes Software-Projekt - ganz gleich ob KDE, Gnome, Apache oder Samba - muss einen eigenen Weg finden, um ein Format für Konfigurationsdateien zu definieren. Damit werden diese komplett voneinander getrennt und sind nicht ohne weiteres in einer Software zu integrieren. Konfiguration ist die Seele der Software.

Die Systemorganisation von UNIX wurde vor 30 Jahren designt. Sie hat viele Stärken, wie beispielsweise die Dateisystem-Hierarchie, für Konfigurationsdateien gibt es aber keine Festlegungen. Mit geht es dabei um ein einheitliches Format.

Auch bieten Hardware-Hersteller oft keine Linux-Unterstützung an, da sie sich nicht mit komplexen Installationen für die verschiedenen Distributionen auseinander setzen wollen.

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grolo 16. Feb 2006

Ich könnte jetzt unterstellen daß Du die Registry nicht verstanden hast. Jain ! ... Ich...

wtf 16. Feb 2006

Vorposter: 02.09.04 18:35 Dein Post: 16.02.06 09:38 Erkennst du was?

grolo 16. Feb 2006

Sehe ich genau so ... Ich programmiere meist unter Windoof, versuche meine...

Tobi 17. Sep 2004

Um die Registry vorm "Vermuellen" zu schuetzen, gibt es einen Haufen Freeware, mit der...

Martin 09. Sep 2004

So habe mal ein gentoo ebuild gemacht jetzt fehlen nur noch die anwendungen http://bugs...



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