Abo
  • IT-Karriere:

Interview: Elektra, die Linux Registry

Golem.de: Führt dieses Konzept von Bäumen aus Schlüsseln nicht dazu, dass die Registry für Menschen unlesbar wird? Anders gesagt: Ist ein Administrator immer noch in der Lage, Dateien direkt zu editieren?

Stellenmarkt
  1. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  2. via 3C - Career Consulting Company GmbH, Hamburg, Hannover, Köln (Home-Office)

Alkalay: Ja, kann er. Das wurde lange diskutiert und ist eine der Schwachstellen der Windows-Implementierung. Die Registry speichert ihre Informationen in einfachen Text-Dateien, die mit vi oder ed direkt bearbeitet werden können.

Aber aus zeitlichen Gründen wird ein Administrator die Keys nicht direkt editieren müssen. Eine Registry-Infrastruktur macht es sehr einfach, GUIs zur semantischen Konfiguration zu entwickeln. Setzt sich die Registry also mit der Zeit durch, werden Administratoren zunehmend mit semantischen Konfigurationswerkzeugen arbeiten, aber sie werden weiterhin in der Lage sein, die Schlüssel direkt zu editieren, wenn dies notwendig ist.

Golem.de: Glaubst du nicht, dass der Name "Linux Registry" problematisch sein kann? Viele Administratoren haben schlechte Erfahrungen mit der "Windows Registry" gemacht.

Alkalay: Meiner Meinung nach ist die Windows Registry eine gute Idee, die hinter einer schlechten Implementierung versteckt ist - eine Datei, sie alle zu speichern. Geht diese Datei verloren oder wird sie beschädigt, verliert man das gesamte System.

Im Gegensatz dazu wurde die Linux Registry nicht als Daemon, als "Single Point of Failure", angelegt. Sie speichert nicht die gesamte Konfiguration in einer Datei, wurde im Hinblick auf Sicherheit designt und legt die Konfiguration der User in deren eigenen Heimatverzeichnissen, die des Systems in /etc, ab.

Trotzdem bekomme ich viele E-Mails von Leuten, die das Design mögen, aber den Namen als Hinderungsgrund für die Adaption des Systems ansehen. Der Name soll den Leuten direkt klar machen, worum es geht, manchmal hat es aber die gegenteilige Wirkung. Daher wird sich der Name des Projekts demnächst ändern.

[Das Projekt wurde mittlerweile in Elektra umbenannt, Anm. d. Red.]

Golem.de: Wohin wird die Zukunft die Linux Registry führen?

Alkalay: Hoffentlich wird sie von einigen großen Projekten wie KDE, Apache oder Samba sowie in Distributionen genutzt. Zudem sollten mehr Speicher-Backends und Sprach-Bindings auftauchen. Das Projekt benötigt mehr Programme, die es nutzen, eine höhere Bekanntheit und breitere Adaption. Die Vorteile eines voll integrierten Systems werden erst dann zum Tragen kommen, wenn es von vielen Programmen genutzt wird.

Das Projekt ist frei, wurde für Unix designt und von einem alten Unix-Nutzer für alte Unix-Nutzer entwickelt.

[Das Interview führte Fabrice Mous]

 Interview: Elektra, die Linux Registry
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 279,90€
  2. 61,90€

grolo 16. Feb 2006

Ich könnte jetzt unterstellen daß Du die Registry nicht verstanden hast. Jain ! ... Ich...

wtf 16. Feb 2006

Vorposter: 02.09.04 18:35 Dein Post: 16.02.06 09:38 Erkennst du was?

grolo 16. Feb 2006

Sehe ich genau so ... Ich programmiere meist unter Windoof, versuche meine...

Tobi 17. Sep 2004

Um die Registry vorm "Vermuellen" zu schuetzen, gibt es einen Haufen Freeware, mit der...

Martin 09. Sep 2004

So habe mal ein gentoo ebuild gemacht jetzt fehlen nur noch die anwendungen http://bugs...


Folgen Sie uns
       


Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor

Rund 20 Jahre Erfahrung als Manager und Mitglied der Geschäftsleitung im internationalen Kontext sowie als Berater sind die Basis seiner Trainings. Der Diplom-Ingenieur Stefan Bayer hat als Mitarbeiter der ersten Stunde bei Amazon.de den Servicegedanken in der kompletten Supply Chain in Deutschland entscheidend mitgeprägt und bis zu 4.500 Menschen geführt. Er ist als Trainer und Coach spezialisiert auf die Begleitung von Führungskräften und Management-Teams sowie auf prozessorientierte Trainings.

Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor Video aufrufen
SSD-Kompendium: AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick
SSD-Kompendium
AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick

Heutige SSDs gibt es in allerhand Formfaktoren mit diversen Anbindungen und Protokollen, selbst der verwendete Speicher ist längst nicht mehr zwingend NAND-Flash. Wir erläutern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Solid State Drives.
Von Marc Sauter

  1. PM1733 Samsungs PCIe-Gen4-SSD macht die 8 GByte/s voll
  2. PS5018-E18 Phisons PCIe-Gen4-SSD-Controller liefert 7 GByte/s
  3. Ultrastar SN640 Western Digital bringt SSD mit 31 TByte im E1.L-Ruler-Format

Medienkompetenz: Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?
Medienkompetenz
Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Lesen, schreiben, rechnen und coden: Müssen Kinder programmieren lernen? Vielleicht nicht. Aber sie sollen verstehen, wie Computer funktionieren. Wie das am besten geht.
Von Jakob von Lindern

  1. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  2. Digitalpakt Schuldigitalisierung kann starten
  3. Whatsapp bei Lehrern Kultusministerkonferenz pocht auf Datenschutz

Internetprovider: P(y)ures Chaos
Internetprovider
P(y)ures Chaos

95 Prozent der Kunden des Internetproviders Pyur bewerten die Leistung auf renommierten Bewertungsportalen mit der Schulnote 6. Ein Negativrekord in der Branche. Was steckt hinter der desaströsen Kunden(un)zufriedenheit bei der Marke von Tele Columbus? Ein Selbstversuch.
Ein Erfahrungsbericht von Tarik Ahmia

  1. Bundesnetzagentur Nur 13 Prozent bekommen im Festnetz die volle Datenrate

    •  /