Start-up stellt kompakte Cluster fürs Büro vor. Das Start-up Orion Multisystems hat mit der Orion Cluster Workstation einen Supercomputer für den Schreibtisch vorgestellt. Bis zu 36 Gigaflops bringt Orion in einem Desktop-Gehäuse unter. Wer den Rechner unter den Schreibtisch stellt, erhält bis zu 96 Cluster-Knoten mit insgesamt 300 Gigaflops Rechenleistung.
Orion richtet sich mit seinen Systemen vor allem an Ingenieure, Wissenschaftler und Kreative, die sich mit der Berechnung komplexer Probleme beschäftigen. Dabei sollen die Cluster-Systeme im Büro unter oder auf dem Schreibtisch stehen und sich in der Bedienung nicht großartig von einem normalen PC unterscheiden.
Orion bringt bis zu zwölf Prozessoren auf einem Mainboard unter, das in einem Desktop-Gehäuse steckt. Eine Nummer größer fällt das Deskside getaufte Gehäuse aus, in dem bis zu acht Boards mit je zwölf Prozessoren stecken. Letzteres soll eine Maximalleistung von 300 Gigaflops erreichen und Raum für 9,6 TByte Speicherplatz sowie 192 GByte RAM bieten. Insgesamt soll das System einen Stromverbrauch von unter 1.500 Watt aufweisen, unter einem Schreibtisch Platz finden und weniger als 100.000 US-Dollar kosten.
Die kleine Version im Desktop-Gehäuse lässt sich mit bis zu 24 GByte RAM und 1 TByte Festplattenplatz bestücken. Mit zwölf Prozessoren soll der Cluster eine maximale Rechenleistung von 36 Gigaflops erreichen und dabei 220 Watt verbrauchen. Der Preis für das System soll unter 10.000 US-Dollar liegen.
Dabei bestückt Orion die Systeme mit Transmetas Efficeon-Prozessor und setzt Linux als Betriebssystem ein. Ab dem vierten Quartal will Orion die Systeme ausliefern.
Gegründet wurde das Unternehmen von Colin Hunter und Ed Kelly, die auch zu den Gründern von Transmeta zählen. Die Fertigung der Systeme übernimmt Flextronics.