Abo
  • Services:

eBay.de - Provider haben nicht ausreichend geprüft

DENIC erwägt rechtliche Schritte gegen Initiator des Domain-Wechsels

Nachdem eBay am Wochenende vorübergehend die Domain eBay.de abhanden gekommen war, klärt sich das Geschehen langsam. Ein User hatte über den Provider Intergenia unter anderen eBay.de angemeldet und als eigene Domain ausgegeben, danach verselbstständigte sich die Angelegenheit.

Artikel veröffentlicht am ,

Bereits am Samstagmorgen war die DENIC über die unberechtigte Änderung informiert worden und hatte in Abstimmung mit eBay die Domaindaten wieder auf den alten Stand gesetzt. Außerdem wurden Nachforschungen angestellt, deren Ergebnisse die DENIC nun mitteilte.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Abstatt
  2. Porsche Consulting GmbH, Bietigheim-Bissingen

Domains werden in der Regel von einem Provider für den Domaininhaber verwaltet. Dieser Provider ist entweder DENIC-Mitglied oder er arbeitet mit einem Mitglied zusammen. DENIC-Mitglieder können Domainaufträge direkt ins zugangsgesicherte Registrierungssystem der DENIC einspeisen. Natürlich ist es für einen Domaininhaber möglich, die Verwaltung seiner Domain von einem Provider auf einen anderen zu übertragen. Die DENIC bearbeitet pro Monat mehrere zehntausend solcher Vorgänge.

Der neue Provider schickt dazu einen Providerwechselauftrag an das automatische DENIC-Registrierungssystem. Dieses sendet eine Benachrichtigung an den derzeitigen Provider und fordert seine Bestätigung ein. Um den unberechtigten Providerwechsel zu verhindern, sind zwei Kontrollinstanzen vorgesehen. Zum einen hat der neue Provider vor dem Absenden des Auftrags zu prüfen, dass der Auftraggeber des Providerwechsels mit dem Domaininhaber identisch ist oder in dessen Auftrag handelt. Zum anderen hat auch der abgebende Provider die Verpflichtung, den Providerwechsel abzulehnen, wenn er nicht sicher ist, dass dieser dem Willen des Domaininhabers entspricht.

Im konkreten Fall haben augenscheinlich beide Prüfungsmechanismen nicht funktioniert. Der Auftrag wurde gestellt, obwohl eBay nicht die Absicht hatte, den Provider zu wechseln. Außerdem erfolgte vom verwaltenden Provider innerhalb der für diese Fälle üblichen Frist von fünf Werktagen keine Reaktion, was nach den DENIC-Regeln als Bestätigung interpretiert wird. Damit wurde der Providerwechsel durchgeführt, was jedoch zunächst nur die Auswirkung hatte, dass ein entsprechender Eintrag in der DENIC-Datenbank geändert wurde. Nach außen hin wurde die Änderung noch nicht wirksam.

In einem zweiten Schritt erhielt die DENIC dann vom neuen Provider einen Änderungsauftrag für die Daten des Inhabers und der Nameserver der Domain ebay.de. Auch hier sei es Aufgabe des Providers, sich zu versichern, dass solche Aufträge tatsächlich vom Inhaber der Domain stammen oder eine entsprechende Vereinbarung zwischen altem und neuem Inhaber vorliegt, so die DENIC. Ebenso wie der Providerwechselauftrag wurde auch dieser Änderungsauftrag vom DENIC-Registrierungssystem vollautomatisch bearbeitet.

Nach außen wirksam wurden die Änderungen der Adresse, auf die ebay.de verweist, jedoch erst mit der Generierung einer neuen .de-Zone am frühen Samstagmorgen. Bis dahin war die Website von eBay korrekt zu erreichen.

Der unberechtigte Providerwechsel und die ebenfalls unberechtigte Eintragung eines neuen Inhabers wurden am 28. August 2004 bemerkt und der DENIC mitgeteilt. Nach dem Kontakt mit eBay wurde deutlich, dass diese Änderungen nicht von eBay als Domaininhaber veranlasst worden waren. Die DENIC hatte daher kurzfristig die Änderungen wieder rückgängig gemacht und eine neue .de-Zone mit den aktualisierten Daten erstellt. Da die Nameserver der Internet-Provider Zoneneinträge im Cache zwischenspeichern, konnte es einige Zeit dauern, bis alle Nutzer bei Aufruf der Domain ebay.de wieder direkt mit eBay verbunden waren.

Die DENIC will nun in Zusammenarbeit mit den betroffenen Providern im Detail klären, wie es trotz der doppelten Prüfung zu dieser nicht vom Domaininhaber autorisierten Änderung kommen konnte. Weiterhin will die DENIC prüfen, ob gegen den Initiator des Providerwechsels und des Änderungsauftrages rechtliche Schritte eingeleitet werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. ROG Rapture GT-AC5300 + Black Ops 4 für 303,20€ + Versand statt 345€ im Vergleich, RT...
  2. 79,90€ + Versand (Bestpreis!)
  3. (u. a. GTA V für 16,82€ und The Elder Scrolls Online: Morrowind für 8,99€)
  4. 284,90€ statt über 320€ im Vergleich (+ 50€ Rabatt bei 0%-Finanzierung und Gutschein: NAS-50)

pvgzcb zhsteunv 10. Mär 2007

lzuo wgfd shvfeqrw kwgbhz dzcy qhxylsvmo kxswq

Lorca 31. Aug 2004

Du überinterpretierst. Zu radikal für meinen Geschmack. Aber wenn es Dir gefällt...

troll connect 31. Aug 2004

Jooo klar ein Script Kiddy..... Hmmm also alle Menschen, welche ein Formular ausführen...

Lorca 31. Aug 2004

Das war ein Script-Kiddi der offensichtlich nicht mal sofort gemerkt hat was da auf ihn...

Rossi 31. Aug 2004

Warum erinnert mich das jetzt an die Serie 'dead like me' ? ;)


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

    •  /