Halo auf der Kinoleinwand spielen
Cinefour hatte laut eines Berichts des Herald Journal(öffnet im neuen Fenster) vier Säle mit je einem Videoprojektor plus Xbox-Konsole bestückt. Vor den Kinosälen wurden Breitbildschirme aufgestellt, um Schaulustige anzulocken. Während ein Team aus vier Personen 60,- US-Dollar für die Teilnahme am Turnier zahlen muss, zahlen Zuschauer 3,- US-Dollar pro Person. Im Moment sind die Wettkämpfe jeweils für Freitagnacht angesetzt, um Mitternacht geht es los. Die Teilnahme ist nur nach Voranmeldung möglich.
"Der heutige Abend hat uns umgehauen" , so der Kino-Mitbesitzer Calvin Timothy Mitte August 2004 nach der ersten Veranstaltung dieser Art gegenüber der Herald Journal. "Wir werden definitiv damit weitermachen." Timothy plant bereits für die Zukunft: In Zukunft soll es Wettstreite nicht nur zwischen Teams in unterschiedlichen Sälen, sondern per Internet auch zwischen verschiedenen Kinos geben. Dabei hofft Timothy insbesondere auf das kommende Halo 2.
"Laut dem Mädel von dem Lizenzgeber sind wir das allererste Kino, welches jemals die Xbox für sich lizenziert hat" , so Timothy gegenüber der Zeitung. Es habe einen Staatsakt und den Segen Gottes gebraucht, um die Lizenz zu bekommen.
Die Idee könnte auch außerhalb des US-Bundesstaats Utah ankommen, denn Kinos haben generell mit Umsatzproblemen zu kämpfen, da nicht ständig Publikumsmagnete über die Leinwand flimmern, in einigen Regionen trotz sinkender Zuschauerzahlen zu viele Megaplexe gebaut und dabei viele kleine Kinoketten ins Aus gedrängt wurden. Die Frage ist nur, ob die eher gering auflösende Konsolengrafik auf die Kinoleinwand vergrößert besonders ästhetisch aussieht. Hier könnten ATI und Nvidia mit hochgezüchteten PCs in die Bresche springen und ihre Kinoqualitätsversprechen im wahrsten Sinne in die Tat umsetzen.