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Gmail als mountbare Online-Festplatte

Zweckentfremdung des Google-Postfachs. Mit einem Python-Skript von Richard Jones können Linux-Nutzer ihren Gmail-Speicher, der eigentlich als Postfach gedacht ist, auch als Laufwerk in ihr Dateisystem einbinden. Damit wird der Speicherplatz zur Online-Festplatte für beliebige Dateien. Doch das interessante Konzept hat seine Tücken.
/ Jens Ihlenfeld
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Das GmailFS-Skript ermöglicht es, einen Gmail-Account wie ein normales Laufwerk zu mounten, Dateien darauf zu speichern und übliche Unix-Kommandos (bspw. ls, cp, mv, rm, ln) auszuführen.

GmailFS wurde in Python 2.3 entwickelt und steuert Gmail mit Hilfe der libgmail-Bibliothek an. Zur Erzeugung des Dateisystems greift Jones auf die FUSE-Erweiterung zurück. Entsprechende Downloads und eine Installationsanleitung stehen auf Jones' Website(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung.

Der Einsatz des Skriptes widerspricht allerdings den Nutzungsbedingungen für Gmail. Sie verbieten den Einsatz von Programmen, welche in Gmail gespeicherte Daten überwachen oder herunterladen. Nicht umsonst hat Google bereits mehrfach Änderungen an seinem Freemail-Dienst vorgenommen, mit denen nicht aus dem eigenen Haus stammende E-Mail-Benachrichtungsprogramme ausgeschaltet wurden. Ein ähnliches Schicksal könnte auch GmailFS drohen.

Außerdem existieren Alternativen zu GmailFS, die gleichfalls kostenlos sind, mehr Komfort bieten und sich auch abseits von Linux verwenden lassen. So stellt bspw. GMX Freemail-Kunden ein Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung, den man dank WebDAV beispielsweise direkt in den Windows Explorer integrieren kann. [von Tim Kaufmann]


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