CoralCDN: P2P-System für Web-Inhalte
Um das vom Projekt IRIS(öffnet im neuen Fenster) geförderte P2P-System zu nutzen, ist es lediglich notwendig, eine vorhandene URL um den Zusatz ".nyud.net:8090" zu ergänzen; aus http://www.golem.de/ wird so http://www.golem.de.nyud.net:8090/ .
Über eine transparente DNS-Umleitung erhalten Clients über einen gewöhnlichen Web-Browser Zugriff auf die Daten, die nun aber nicht direkt vom Golem.de-Server, sondern aus einem CoralCDN-Cache kommen. Dabei sorgt CoralCDN dafür, dass immer ein möglichst naher Cache-Knoten gewählt wird, wobei die einzelnen Caches auch untereinander Daten austauschen. Die Liste auf dem eigentlichen Web-Server soll so auf nahezu einen Request pro Web-Objekt sinken.
CoralCDN besteht selbst aus einem komplett dezentralen und selbstorganisierenden Netz aus Web-Proxies und Server, die für die DNS-Umleitung zuständig sind. Zum Einsatz kommt dabei eine neue Index-Abstraktion, die als Distributed Sloppy Hash Table (DSHT) bezeichnet wird. Diese als Coral bezeichnete Technik soll es zum einen erlauben, nahe liegende Kopien der gecachten Daten zu finden, ohne einen anderen Server zu kontaktieren, zum anderen soll sie aber auch so genannte Hot-Spots vermeiden.
CoralCDN(öffnet im neuen Fenster) ist bereits seit Mai 2004 online, entsprechend gibt es bereits eine, wenn auch noch überschaubere Anzahl von weltweit verteilten Knoten(öffnet im neuen Fenster) , die derzeit vor allem in den USA und Europa zu finden sind. Auch detaillierte Statistiken(öffnet im neuen Fenster) zur Nutzung von Coral stehen zur Verfügung.
Ein ähnliches Ziel wie CoralCDN verfolgt auch das Internet Archiv mit seinem FreeCache .



