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Star Wars Galaxies: 550 Mrd. Credits Falschgeld eingefroren

Entwickler beziehen Stellung zu Account-Sperrungen auch von unschuldigen Kunden. Eine Entwicklerin des Online-Rollenspiels Star Wars Galaxies hat im Forum Stellung zu den Account-Sperrungen bezogen, von denen auch Spieler betroffen waren, die unschuldig in den Besitz von "Falschgeld" kamen. 550 Milliarden Credits sollen aus dem Verkehr gezogen und die Accounts von 200 Verantwortlichen auf Eis gelegt worden sein.
/ Christian Klaß
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"Es ist schade, wenn sich eine kleine Minderheit von Spielern zum Betrug verlocken lässt" , so die Star-Wars-Galaxies-Entwicklerin "JustG". Es sei dadurch wertvolle Zeit von der Weiterentwicklung des Spiels und der Kundenbetreuung verloren gegangen – gerade Letzteres gebe es grundsätzlich zu wenig bei Star Wars Galaxies, wie des Öfteren in Fan-Foren zu lesen ist.

Einige der 200 gesperrten Spieler sollen laut JustG direkt zugegeben haben, dass sie den Spielspaß des Online-Rollenspiels "zerstören" wollten. Ihre Accounts wurden daraufhin permanent gesperrt. Ein großer Teil der aufgeheizten Diskussion habe sich darum gedreht, dass Unschuldige zu Unrecht verbannt worden sein könnten. In einem Fall wie diesem sei es aber oberste Priorität, die Accounts zu sperren und die Bewegung von duplizierten Credits ("Credit Dupes") einzufrieren, um den Schaden für die Wirtschaft des Spiels zu minimieren, so die Entwicklerin.

"Es gibt immer eine Chance, dass Spieler, welche die Credits ohne ihr Wissen erhalten haben, ihre Accounts gesperrt vorfinden. Aus diesem Grunde haben wir eine Beschwerdemöglichkeit, damit jeder individuelle Fall vom Kundenservice auf die Fakten hin untersucht werden kann" , heißt es dazu. Böswillige konnten einem Falschgeld auch ohne das eigene Wissen als Trinkgeld zustecken – ohne Möglichkeit, es abzuweisen. Im Laufe der letzten Woche habe man sorgsam jede Beschwerde überprüft und etwa 15 Prozent der gesperrten Accounts als nicht involviert deklarieren und somit wieder freischalten können.

Dabei sei die verlorene Spielzeit gutgeschrieben worden und die Betroffenen haben laut JustG eine offizielle Entschuldigung erhalten. "Wir verstehen und würdigen die Sorgen, die sowohl von diesen Spielern als auch ihren Freunden ausgedrückt wurde ... wir wollten niemanden zu Unrecht beschuldigen. Wir hoffen, dass jeder anerkennt, dass unser Hauptziel in der Bewahrung der Integrität des Spiels liegt. Wir möchten den betroffenen Spielern für ihre Geduld und Nachsicht danken, die sie während unserer Untersuchung hatten" , betonte JustG. Bei einigen Accounts befinde man sich noch bei den Nachforschungen, ob diese wieder freigeschaltet würden.

Die Sperrungen hätten deshalb so schnell erfolgen müssen, um die Credit-Flut zu blockieren, bevor sie in der Community versickerten. Die 550.000.000.000 Credits hätten die legitim erarbeiteten Gelder von Abenteurern, Handwerkern und Händlern im gesamten Star Wars Galaxies untergraben.

"Wir sind weiterhin zuversichtlich, unsere Nutzungsbestimmungen durchzusetzen, um eine sichere und faire Umgebung für die Spieler von Star Wars Galaxies sicher zu stellen. Vielen Dank noch einmal für Eure Geduld über diese vergangene Woche" , schließt JustG ihren Forumsbeitrag ab. Warum Sony Online Entertainment jedoch die Protestkundgebung auf Naboo durch Herunterfahren des europäischen Servers Intrepid unterbrach, wurde noch nicht genau erklärt. Es könnte an einer Überlastung der Server durch zu viele Leute in einem Gebiet gelegen haben – oder daran, dass man die unbequemen Proteste schlicht nicht duldete.


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