Interview: Accessibility - Wie barrierefrei sind KDE & Co.?

Golem.de: Können Sie das genauer erläutern?

Stetten: Diese Programme greifen meist unflexibel zwischen den einzelnen Treiberschichten ein und funktionieren deswegen nur in bestimmten Konfigurationen. Es gibt beispielsweise eine Software, welche die Tastatureingaben abgreift, um diese Eingaben vorzuverarbeiten. Diese Software ist jedoch fest auf ein deutsches Tastaturlayout festgelegt. Die Verwendung einer anderen Tastatur, z.B. einer mit US-Layout, ist deswegen nicht möglich bzw. zwingt zum Neukauf einer angepassten Software. Zwar kann ich eine US-Tastatur anschließen und mein Windows auch dazu bringen, diese auf dem Desktop richtig anzusprechen, doch ist damit die Unterstützung für Sehbehinderte ausgehebelt.

Ein anderes Beispiel aus der Windows-Welt: Eine Software-Lupe, die vergrößerte Bildschirmbereiche anzeigt, führt zu Problemen mit dem Compiler, vor allem wenn es gilt, OpenGL-Sourcecode zu übersetzen. Das macht die Fehlersuche nicht gerade einfacher! Wer sucht bei Fehlern beim Kompiler-Lauf schon nach Hintergrundprogrammen zum Zoomen des Bildschirminhaltes?

Abschließend möchte ich noch die Sprachsynthese-Software erwähnen, die zwar in der Lage ist, die Menüeinträge des Browsers vorzulesen, bei den Seiteninhalten selbst jedoch stumm bleibt!

Golem.de: Wir sprachen bisher nur über Sehbehinderungen. Wie sieht es mit anderen Behinderungen aus?

Stetten: Die häufigsten Behinderungen sind durchaus Sehbehinderungen, deswegen gibt es in diesem Bereich auch die meisten Hilfsmittel. Ich weiß, dass es für motorische Behinderungen Eye- und sogar Headtracker gibt. Damit ist eine Maussteuerung oder gar Texteingabe sehr zuverlässig möglich.

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Trollallergiker 29. Aug 2004

Schade, das Thema Barrierefreiheit sollte zu wichtig sein, um auf ihm die üblichen...

M. Renz 26. Aug 2004

Servus, Weil die letzten Tage eben ein großes KDE Event ausgerichtet wurde. bei anderen...

wema 26. Aug 2004

So, die ersten beiden Threads sind mal wieder das ewige Windows/Linux blablabla. Schade...

Mendoza 25. Aug 2004

Nichts gegen die unzähligen Interviews rund um KDE in den letzten Tagen. Nur habe ich...



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