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Interview: Wer braucht KOffice?

Golem.de im Gespräch mit David Faure

Mit KDE 2.0 erblickte auch die auf KDE basierende freie Office-Suite KOffice das Licht der Welt und enthält mittlerweile zahlreiche Einzelapplikationen, die weit über die Standard-Office-Funktionen wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation hinaus gehen. Gemeinsam mit OpenOffice.org hat man zudem unter dem Dach der OASIS ein universelles Dateiformat für Office-Applikationen entwickelt. Im Vorfeld der KDE-Konferenz aKademy sprach Golem.de mit KOffice-Entwickler David Faure, der die Interessen der KOffice-Entwickler auch im technischen Komitee der OASIS vertritt.

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Golem.de: In den letzten Jahren wurde KOffice beständig weiterentwickelt und hat neue Software-Komponenten erhalten. Wo sehen Sie KOffice heute und welches waren die wesentlichen Schritte, die KOffice bisher genommen hat?

Inhalt:
  1. Interview: Wer braucht KOffice?
  2. Interview: Wer braucht KOffice?
  3. Interview: Wer braucht KOffice?

David Faure
David Faure
David Faure: In der Tat sind in der letzten Zeit zahlreiche neue KOffice-Komponenten entwickelt worden: Kexi, die Datenbank-Applikation, ist ein bisschen vergleichbar mit Access und sieht bereits ziemlich gut aus. Bei der Bildbearbeitungs-Software Krita geht die Entwicklung derzeit gut voran. Und auch die Arbeit an der Projekt-Management-Applikation KPlato hat begonnen, hier werden aber noch Entwickler benötigt.

Ich denke, dies ist die Stärke von KOffice im Vergleich zu den Open-Source-Mitbewerbern: Es wurde mit der Qt-Plattform, der KDELibs-Technik und der KOffice-Architektur ein mächtiges Fundament gelegt, um die Entwicklung vieler Office-Komponenten interessant zu machen, was die Anzahl der bereits verfügbaren KOffice-Komponenten belegt.

Als wesentlicher Schritt für KOffice seit der Version 1.1 wurde eine gemeinsame Text-Engine in KWord und KPresenter integriert, die auf Qts "QRichText"-Engine beruht. Diese wird auch in der aktuellen Version 1.3.2 verwendet. Derzeit arbeite ich an der Unterstützung für indische Schrift in unserer Version dieser Text-Engine. Zudem wird die Rechtschreibkorrektur grundlegend überarbeitet und auch am OASIS-Dateiformat sind wir dran.

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Golem.de: Welche Teile von KOffice benötigen noch die meiste Arbeit?

Krita
Krita
Faure: Die Entwicklung einer Office-Suite ist eine riesige Angelegenheit. Jeder Teil verlangt nach viel Arbeit und es ist schwer, einfach den Nutzerwünschen zu folgen, da jeder andere "Must-have"-Funktionen nennt.

Konkret werden wir zunächst die Implementierung des OASIS-Dateiformats fertig stellen und an den Dokumenten-Konvertern arbeiten, so dass sie mit dem OASIS-Format umgehen können. Anschließend werden wir entscheiden, ob wir unsere Text-Engine sowie KWord und KPresenter auf die neue, recht vielversprechend wirkende Text-Engine von Qt4, "Scribe" genannt, umstellen.

Der größte Schwachpunkt an KOffice 1.3 ist die WYSIWYG-Implementierung, aber wir denken, dass sich dies mit Qt4 verbessern könnte. Man hat mir versichert, dass daran gearbeitet wird.

Ein anderer Bereich, in dem hoffentlich etwas passieren wird, ist "Scripting": Es gibt Überlegungen, KJSEmbed für das Scripting in KOffice zu verwenden, die mächtige und flexible Sripting-Engine auf Basis von Konquerors JavaScript-Interpreter (KJS). Abgesehen davon sind es die Applikationen, an denen am meisten getan werden muss: KFormula und KPlato könnten definitiv Unterstützung gebrauchen.

Interview: Wer braucht KOffice? 
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anonymous coward 09. Okt 2004

Es stört reichlich Leute. Immer wenn irgendwo eine Diskussion über OOo ist, beschwert...

Otto d.O. 25. Aug 2004

Meine diesbezüglichen Infos sind leider ziemlich alt und verschwommen. Vor ein paar...

Nameless 25. Aug 2004

Schreib halt dein Problem den OpenOffice-Entwicklern! Denn wenn das Problem sonst...

Morgoth 25. Aug 2004

Weniger als die Mitbewerber. Bis heute kann z.B. OpenOffice (resp. StarOffice) nicht...

franky 25. Aug 2004

Erinnert mich an meinen letzten Gang zu einem Händler zwecks PC zwecks Kostenvoranschlag...


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