Abo
  • Services:

Interview: Wer braucht KOffice?

Golem.de: Als KOffice mit KDE 2.0 veröffentlicht wurde, gab es keine andere Open-Source-Office-Suite für Linux. Aber mit OpenOffice.org gibt es heute eine Lösung, welche die Anforderungen der meisten erfüllt. Worin liegt der Vorteil von KOffice und warum ist es notwendig, die Entwicklung der Software fortzusetzen, anstatt die Kräfte mit anderen Projekten wie OpenOffice.org zu vereinen?

Stellenmarkt
  1. Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
  2. Dataport, Hamburg

Kexi
Kexi
David Faure: Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Zunächst einmal gibt es einige Nutzer, die KOffice vorziehen - aus Performance-Gründen (Geschwindigkeit und Speicher), wegen der Integration in KDE und auf Grund des benutzerfreundlichen Interface sowie der Vielzahl und Komponenten. OpenOffice.org hat nichts, was Kivio oder Kexi nahe kommt.

KOffice verfügt über eine flexiblere Architektur, das beweist der "KOffice Workspace", in dem sich alle KOffice-Komponenten gemeinsam nutzen lassen, oder die Möglichkeit, KOffice-Dokumente in Konqueror zu betrachten, der die KOffice-KParts direkt einbindet, aber auch die Tatsache, dass die Dokumenten-Konverter von der Kommandozeile über "koconverter" aufgerufen werden können.

Ohne etwas Schlechtes über die Konkurrenz sagen zu wollen - ich habe großen Respekt vor dem OpenOffice.org-Projekt - denke ich, es ist deutlich einfacher, in den Code von KOffice einzusteigen, da dieser deutlich übersichtlicher ist.

Im Unterschied dazu ist es unmöglich, durch den Code der MS-Word-Konverter von OpenOffice.org durchzusteigen, insbesondere für jemanden, der kein Deutsch spricht, denn alle Kommentare sind deutschsprachig. Auch der Build-Prozess und die Internationalisierung von OpenOffice.org haben insbesondere unter Linux-Distributoren einen schlechten Ruf, während KOffice die Standard KDE- bzw. GNU-Mechanismen nutzt. Zudem macht es den Eindruck, als sei es durch Suns Kontrolle schwierig, OpenOffice.org in größerem Umfang zu verändern. Entwickler bei KOffice haben hingegen nahezu alle Freiheiten, zu tun, was sie wollen.

KSpread
KSpread
Die Tatsache, dass es zwei konkurrierende Office-Suiten gibt, ist im Großen und Ganzen eine gute Sache: Ohne KOffice würde es so etwas wie das Standard-OASIS-Dateiformat für Office-Dokumente nicht geben. Es gäbe zwar etwas, das als solches bezeichnet würde, aber wie kann etwas ein Standard sein, bevor es nicht von mehr als einer Applikation unterstützt wird? Erst die Anforderungen von zwei Office-Suiten haben es erlaubt, das Format aufzuräumen und weitgehend implementierungsunabhängig zu machen.

Sollte eine andere Office-Suite auf OASIS als natives Dateiformat umsteigen, müsste man es wohl nochmals erweitern. Aber zumindest können wir sagen, es ist bereits generisch genug, um die Anforderungen von zwei Office-Suiten zu erfüllen. Das ist ein guter erster Schritt.

Golem.de: Würden Sie eine bessere Integration von OpenOffice.org in KDE begrüßen?

David Faure: Sicherlich, warum nicht? Es macht KDE-OpenOffice.org-Nutzer froh. Für KOffice-Nutzer ändert sich dadurch nicht viel.

 Interview: Wer braucht KOffice?
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Top-Angebote
  1. 30,99€ (Vergleichspreis ca. 40€)
  2. 34,99€/44,99€ (8 GB/16 GB)
  3. 242,99€ (Bestpreis!)
  4. 175,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...

anonymous coward 09. Okt 2004

Es stört reichlich Leute. Immer wenn irgendwo eine Diskussion über OOo ist, beschwert...

Otto d.O. 25. Aug 2004

Meine diesbezüglichen Infos sind leider ziemlich alt und verschwommen. Vor ein paar...

Nameless 25. Aug 2004

Schreib halt dein Problem den OpenOffice-Entwicklern! Denn wenn das Problem sonst...

Morgoth 25. Aug 2004

Weniger als die Mitbewerber. Bis heute kann z.B. OpenOffice (resp. StarOffice) nicht...

franky 25. Aug 2004

Erinnert mich an meinen letzten Gang zu einem Händler zwecks PC zwecks Kostenvoranschlag...


Folgen Sie uns
       


Parrot Anafi angesehen

Angucken ja, fliegen nein: Wir waren bei der Vorstellung der neuen Drohne von Parrot dabei.

Parrot Anafi angesehen Video aufrufen
CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


    Jurassic World Evolution im Test: Das Leben findet einen Weg
    Jurassic World Evolution im Test
    Das Leben findet einen Weg

    Ian Malcolm hatte recht: Das Leben wird ausgegraben und gebrütet, es frisst und stirbt oder es bricht aus und macht Jagd auf die Besucher. Nur leider haben die Entwickler von Jurassic World Evolution ein paar kleine Design-Fehler begangen, so wie Henry Wu bei der Dino-DNA.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Vampyr im Test Zwischen Dracula und Doktor
    2. Fe im Test Fuchs im Farbenrausch
    3. Thaumistry: In Charm's Way im Test Text-Adventure der ganz alten Schule

    Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
    Volocopter 2X
    Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

    Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
    Von Nico Ernst

    1. Ingolstadt Flugtaxis sollen in Deutschland erprobt werden
    2. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
    3. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben

      •  /