Heimische Bluetooth- und WLAN-Geräte vernetzen

"Wir bauen mobile Ad-hoc-Netze mit Forwarding Nodes auf" , erklärt Markus Augel von der ESK in einer Pressemitteilung. Dabei vernetzen sich die Endgeräte nicht direkt untereinander, sondern über die als Forwarding Nodes bezeichneten Vermittlungsknoten, die untereinander drahtlos verbunden sind. Damit die Verbindung bei sich bewegendem Nutzer dank Positionsveränderung zum jeweiligen Knoten nicht abreißt, haben die Entwicker ein Handover-Verfahren für Bluetooth entwickelt. Diese Technik übergibt – ähnlich wie es auch bei WLAN möglich ist – eine schlechter werdende Verbindung zu einem besseren Vermittlungsknoten.
Das funktioniere genauso wie bei einer Handy-Verbindung; der Benutzer bemerke den Wechsel von einem zum anderen Knoten nicht. Zudem kommunizieren PDA und Notebook nicht direkt miteinander, sondern per Multi-hop-Kommunikation über die Vermittlungsknoten. Je mehr Knoten dabei zum Einsatz kommen, desto mehr Reichweite für WLAN oder Bluetooth gibt es.
Die Vermittlungsknoten sind kleine weiße Kästchen, die lediglich Strom benötigen. Das kann entweder eine Batterie oder ein Stromanschluss sein. Sie unterstützen Bluetooth und WLAN und sind – so versprechen es die Fraunhofer-Forscher – mit allen Geräten, die diese Standards anwenden, einsetzbar. Voraussetzung ist, dass sich die Geräte im Netz anmelden. Bereits der Prototyp soll – sofern ein Knoten etwa an eine DSL-Leitung angeschlossen ist – überall im Haus drahtlos Zugang ins Internet gewähren. Oder es lassen sich Musikdateien vom Rechner im Arbeitszimmer bequem auf den PDA im Garten herunterladen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind untereinander vernetzte Informationssysteme in Einkaufszentren oder Museen oder der Austausch elektronischer Visitenkarten – auch über unterschiedliche Geräte.



