Abo
  • Services:

Interview: NX - die Revolution des Netzwerk-Computing?

Golem.de: Wie werden die Daten einer NX-Verbindung geschützt, insbesondere wenn diese über offene Netze laufen?

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt

Pfeifle: Per SSH. Der initiale Verbindungsaufbau läuft zwangsläufig über SSH. Ohne SSH-Daemon kann kein NX-Server laufen. Nach Abschluss der Authentisierungsphase kann optional auf unverschlüsselte Übertragung umgeschaltet werden - was die schwächeren CPUs älterer NX-Clients schonen kann -, aber dies ist nur innerhalb abgeschlossener und per Firewall abgeschotteter LAN-Netze einer Erwägung wert.

Eine NX-Serverinstallation ist immer so sicher wie die betreffende SSH-Installation. Denn NX lässt keinen separaten Daemon laufen, der einen eigenen Port öffnet - NX-Verbindungen werden immer über den SSH-Daemon vermittelt.

Golem.de: Wie lässt sich NX auch in großen Installationen mit zahlreichen Clients nutzen? Wo liegen die Grenzen?

Pfeifle: Für jede Fullscreen-KDE-Session brauchen Sie eine Bandbreite von ca. 40 KBit/s, um noch flüssig arbeiten zu können. Dabei können Sie auch mit Nicht-KDE-Programmen arbeiten, die oft typischerweise mitlaufen: OpenOffice, Mozilla oder Acrobat Reader.

Pro laufender KDE-Anwender-Session braucht ein NX-Server circa 40 MByte RAM und 100 MHz CPU-Leistung. Ein Aldi-Rechner mit 1.024 MByte RAM und 3 GHz CPU-Leistung sollte also noch sehr gut mit 25 parallelen Sessions klarkommen, und erst ab etwa 35 Sessions anfangen, gelegentlich "weiche Knie" zu kriegen.

Franz: Da NX sich prinzipiell als Cluster von Applikationsservern über mehrere Knoten verteilen lässt, könnten Sie sich auch ein Blade-Center von IBM oder HP zulegen. Dann könnten Sie viele hundert Benutzer zugleich darauf arbeiten lassen. In jedem Fall sprengt ein NX-Applikationsserver die Grenzen, bei dem ein Citrix-Metaframe-Server längst in die Knie geht.

Golem.de: Ist ein eigener, freier Windows-Client auf Basis des No-Machine-Codes geplant oder überlässt man dies anderen?

Franz: Ein freier Windows-Client ist vorläufig nicht geplant. Das überlassen wir gerne anderen. Sobald KDE auf Windows ebenfalls problemlos läuft, wird der dann aktuelle kNX-Client sowieso ohne Zusatzaufwand mit dabei sein.

Der NoMachine-Client für Windows ist heute ohnehin kostenlos erhältlich und sogar frei re-distribuierbar. Der Reiz ist also nicht besonders hoch. Im Übrigen sind ja alle NX-Clients von NoMachine, also für Linux-, Solaris-, MacOS-X-, Zaurus-, iPAQ-, ThinStation- und andere Betriebssysteme, "frei wie in Freibier".

Pfeifle: Beim KDE-Client für NX ergibt sich unser Ansporn aus dem Ziel, diesen am Ende möglichst nahtlos in das KDE-Gesamtsystem zu integrieren und die komplette Power von KDE hier auszunutzen. Dazu gehören die Implementierung eines "nx://" kio-slaves und eines NX-KParts genauso wie ein Sichern der NX-Passwort-Informationen in Kwallet.

 Interview: NX - die Revolution des Netzwerk-Computing?Interview: NX - die Revolution des Netzwerk-Computing? 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 4 Spiele gratis erhalten

patrickulrich 03. Apr 2006

hallo kann mir jemand helfen ich suche den ASCII Code für die ALTGR taste

HAL9000 24. Aug 2004

Wenn man zwei Rechner via 100MBit mit einander verbindet mögen die klassischen Remote...

Otto d.O. 23. Aug 2004

Thin Clients mit Microsoft Terminal Server sind gang und gäbe. Ist nicht die grosse "Der...

Vigilance 23. Aug 2004

Geht auch mit den Ascii code 92, aber nervt halt.. Die Sache mit den Remotesessions ist...

fischkuchen 20. Aug 2004

jo, sieht aber trotzdem gut aus ;)


Folgen Sie uns
       


Ubitricity ausprobiert

Das Berliner Unternehmen Ubitricity hat ein eichrechtskonformes System für das Laden von Elektroautos entwickelt. Das Konzept basiert darauf, dass nicht die Säule, sondern der Kunde selbst für die Stromzählung sorgt.

Ubitricity ausprobiert Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /