eBay kauft Anteil an Kleinanzeigendienst Craigslist
Geschäftsmodell: Bezahlung nach eigenem Ermessen
EBay hat nach Informationen des Wall Street Journals einen Anteil von 25 Prozent am amerikanischen Web-Kleinanzeigendienst Craigslist erworben. EBay begründete die Beteiligung mit dem Interesse, im Kleinanzeigenmarkt generell stärker Fuß zu fassen.
Das Unternehmen, das vor fast zehn Jahren in San Francisco vom Softwareingenieur Craig Newmark gegründet wurde, ist vor allem in der Bay Area, New York und anderen Ballungszentren in den USA aktiv und listet von Gebrauchtmöbeln, Immobilien bis hin zu Bekanntschaftsanzeigen alles, was sich auch in gedruckten Zeitungen findet.
Das Interessante an Craigslist ist das Bezahlmodell: Grundsätzlich sind keine Preise für das Veröffenlichen von Kleinanzeigen angegeben, es wird nur um eine angemessene Bezahlung gebeten: Wie viel das ist, bleibt den Inserenten selbst überlassen. EBay hat nach Informationen des Wall Street Journals versprochen, dieses Preismodell nicht abzuändern.
EBay erwarb seinen Anteil von einem ehemaligen Mitglied der Geschäftsleitung von Craigslist, der seine Anteile loswerden wollte. Das Interesse an den Kleinanzeigen begründete EBay mit dem Wunsch, mehr über dieses Geschäft zu lernen. Andererseits verhindert man so, dass ein mögliches Konkurrenzunternehmen in Craigslist einsteigt. Ob die Möglichkeit besteht, noch weitere Anteile von Craigslist zu erwerben, ist nicht bekannt.
Die Reaktion in den Diskussions-Boards zu dem EBay-Einstieg war deutlich negativ. Er wird von den Inserenten als Verrat an der Sache und einen falschen Schritt gesehen.
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Ich finde die craigslist sehr informativ. Nutze sie schon seit einiger Zeit. Klar, dass...