Linux kommt in die Spielhalle
Japanischer Hersteller will mit Linux und PC-Hardware flexibler werden. Der japanische Spielautomaten-Hersteller Aruze will sein neues PC-basiertes Automaten-Mainboard AC-3 mit angepasster Linux-Distribution liefern. Damit sollen sich Automaten dank der PC-Architektur im Bedarfsfall nicht nur leichter aufrüsten lassen, sondern mit Linux auch eine einheitliche und vor allem offene Entwicklungsumgebung geboten werden.
Bisher wurden in Spielhallensystemen eher Spezialhardware und speziell dafür entwickelte Betriebssysteme eingesetzt. Aruze ist laut eigenen Angaben der erste Spielautomaten-Hersteller, der Linux in einem Spielhallensystem nutzt. Nicht nur der Einsatz von Linux, auch der Einsatz von austauschbaren PC-Standard-Komponenten soll zudem Kosten senken helfen. Aruze ist übrigens nicht der erste Hersteller, der auf PC-Technik setzt: Im Mai 2004 stellte Taito sein PC-basiertes, Type-X getauftes Spielautomaten-Board vor, das mit Windows XP Embedded ausgestattet ist.
Das Spielhallen-Board AC-3 ist bereits lieferbar, entsprechende Automaten plant Aruze bereits. Derzeit sollen 20 Spiele für das AC-3 in Entwicklung sein.