3D-Datenformat X3D als ISO-Standard abgesegnet
Formell wird der X3D-Standard aber wohl erst im Oktober 2004 publiziert. Entwickelt und getestet wurde X3D von einer Arbeitsgruppe des Web3D Consortiums des W3C. X3D soll den Grundstein legen für Echtzeit-3D-Kommunikation zwischen Netzwerken und Anwendungen.
Die Web3D/ISO-Spezifikationen für den lizenzkostenfreien XML-basierten Standard stehen auf der W3C-Website(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. X3D definiert ein Laufzeit-System und einen Auslieferungsmechanismus für 3D-Inhalte und Netzwerk-Anwendungen. Zudem unterstützt es verschiedene Format-Kodierungen und Programmiersprachen, soll also sehr flexibel einsetzbar sein. X3D erweitert den vorherigen Web3D/ISO-Standard VRML 97 und bleibt abwärtskompatibel zu klassischem VRML-Encoding.
Die X3D-Entwicklung geht bereits weiter: Mit dem ersten Update der X3D-Spezifikation sollen programmierbare Shader für aufwendigere 3D-Effekte inkl. 3D-Texturen und Cubic Environment Mapping hinzukommen. Auch sollen Objekt-Detailstufen (Level of Detail, LOD) verfeinert werden und dadurch die 3D-Darstellung über ein breites Spektrum von Hardware optimiert werden. Auch die Text-Unterstützung soll verbessert und zudem das auf X3D aufsetzende CAD Distillation Format (CDF) unterstützt werden, damit bestehende CAD-Daten leichter weiterverwendet werden können. Die "Amandment One" getaufte X3D-Spezifikationserweiterung soll im September 2004 fertig und nach Überprüfung im Oktober 2004 an die ISO übergeben werden.
Außerdem arbeitet das Web3D Consortium bereits an einer effizienten Kompression und Verschlüsselung für X3D-Daten – dies soll durch das X3D Binary Format erfolgen, welches voraussichtlich im ersten Quartal 2005 abgesegnet wird.