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AlphaGrip AG-5 - Tastatur und Maus im Gamepad

Nach einem Monat Übung rund 50 Worte pro Minute. Das US-Unternehmen AlphaGrip will mit seiner gleichnamigen "3D-Tastatur" einen Ersatz für Maus und Tastatur gefunden haben. Die fünfte Generation – das AlphaGrip AG-5 – soll es nun endlich zur Marktreife geschafft haben. AlphaGrip ist derzeit in Verhandlungen mit dem Tastaturhersteller Sejin, um voraussichtlich 5.000 Stück zu fertigen.
/ Christian Klaß
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Erste Prototypen soll Sejin bereits für Alphagrip gefertigt haben und Alphagrid-Chef Michael Willner berichtet(öffnet im neuen Fenster) davon, nach einem Monat der Nutzung darauf rund 50 Wörter pro Minute schreiben zu können. Das ist noch nicht sonderlich viel, aber Willner hat es sich zum Ziel gesetzt, dass AlphaGrip-Nutzer irgendwann rasend schnell tippen können, unabhängig von Ort und Körperhaltung.

Das Alphagrid AG-5 bezeichnet Willner als abgespeckte Version, mit der man den Preis auf unter 100,- US-Dollar drücken können will. Das erste Produkt sei deshalb einfach eine Handtastatur mit integriertem Mausersatz, der wie ein futuristisches Gamepad aussehe. Die Finger sollen sich – anders als bei konventionellen Tastaturen – natürlich um das AG-5 und auf dessen Tasten legen, so dass ergonomisches Arbeiten möglich sein soll. Mit einem Demo-Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt AlphaGrip die Funktionsweise.

Die Maus ist ein Mini-Joystick, der nicht so schnell und empfindlich wie eine herkömmliche Maus reagiert, aber dennoch seinen Zweck erfüllt und komfortabler in der Nutzung sein soll. Vermutlich vor allem deshalb, weil man Tastatur und Maus an einem Fleck hat.

Angeschlossen an die USB-Schnittstelle eines Rechners soll dieser das AG-5 als Standard-USB-Keyboard und USB-Maus erkennen. Das USB-Kabel lässt sich vom AG-5 abstöpseln und das Eingabegerät mittels eines Erweiterungssteckplatzes und eines später dafür verfügbaren Adapters auch funkfähig machen.

Außerdem kann das AG-5 über den Erweiterungssteckplatz auch zur Fernbedienung erweitert werden oder mittels Aufsteck-Cradle auch Anschluss an PDAs oder Smartphones finden. Für Letzteres plant AlphaGrip aber schon weitere Prototypen, die in PDAs direkt eingesteckt werden können und so mit den mobilen Begleitern wesentlich schneller gearbeitet werden kann – auch ohne für Tastaturen sonst benötigte Unterlagen.

Willner sieht die patentierte, seit sieben Jahren entwickelte AlphaGrip-Technik als große Konkurrenz für die Stifteingabe oder Daumentastaturen von mobilen Endgeräten, mit dem AG-5 sollen Nutzer um ein Vielfaches schneller sein. Mit herkömmlichen Tastaturen am Desktop-PC scheint man nur indirekt konkurrieren zu wollen, hierfür ist die Eingabe mit dem AlphaGrip AG-5 noch etwas zu langsam. AlphaGrip hofft aber darauf, auch Spielefans mit dem Eingabegeräte-Konzept anzusprechen.

Derzeit läuft eine Vorbestellaktion, die Produktion soll anlaufen, sobald man genügend Bestellungen für die Mindestfertigungsmenge von 5.000 Stück zusammen hat. Die rund 100,- US-Dollar für die erste AlphaGrip-AG-5-Charge müssen vom Kunden aber laut AlphaGrip nicht vorgestreckt werden.


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