Viel Wirbel um Nintendo-Überlegungen von Bill Gates
Während sich Nintendos Public-Relations-Chef bemüßigt sah, gegenüber der Presse energisch darauf hinzuweisen, dass Nintendo nicht zum Verkauf stehe und dass es keinerlei Verkaufsgespräche gäbe, gingen durch die aufgebauschte Diskussion zwischenzeitlich Nintendos Aktienwerte in die Höhe.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) hat schließlich noch eine Microsoft-nahestehende Quelle erklärt, dass Gates' Kommentare von der Wirtschaftswoche fehlinterpretiert wurden. Gegenüber US-Journalisten hieß es seitens Microsoft nur, dass man sich zu "Gerüchten und Spekulationen" nicht äußere.
Microsoft hat die Aussage von Gates aber auch nicht dementiert, ein auf dem Cocktail-Empfang in der Nähe von Gates stehender Microsoft-Manager wähnte gegenüber der New York Times(öffnet im neuen Fenster) , dass Kontext und Zwischenton bei der Übersetzung durch die Wirtschaftswoche verloren gegangen seien. Es habe sich lediglich um einen scherzhaften Ausdruck der Bewunderung seitens Bill Gates gehandelt.
Allerdings fragt man sich, ob die Kritiker des Wirtschaftswoche-Berichts diesen auch wirklich selbst gelesen haben, denn es war daraus mitnichten zu erkennen, dass Microsoft nun Nintendo kaufen werde. Einer oder mehrere US-Analysten hatten gegenüber der US-Presse nicht nur deutlich angezweifelt, dass Microsoft Nintendo kaufen würde und den Bericht der deutschen Wirtschaftzeitschrift zu Unrecht als "Müll" bezeichnet.