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3-2-1-Ende: Kopiersoftware-Anbieter 321 Studios gibt auf

Im Kampf gegen Macrovision, Film- und Spieleindustrie unterlegen. Nachdem 321 Studios wegen seiner CD/DVD-Kopier-Software erst durch Macrovision und dann auch durch die Spieleentwickler Eletronic Arts, Atari und Vivendi Universal in Rechtsstreits verwickelt wurde, gab das Unternehmen nun endgültig auf. Die einstweiligen Verfügungen von drei US-Bundesgerichten haben 321 Studios damit das Genick gebrochen.
/ Christian Klaß
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Auf der offiziellen Website von 321 Studios heißt es, dass Bestandskunden dort noch bis zum 1. August 2005 die bestehende Online-Hilfe-Datenbank vorfinden werden. Da das Unternehmen komplett aufgibt, wird kein weiterer Support geboten werden – auch nicht über E-Mail. Die verbleibenden Software-Pakete verramscht 321 Studios über einen US-Online-Händler.

Macrovision klagte – auch für die US-Filmindustrie – gegen den Vertrieb des DVD-Film-Kopierprogramms DVD X Copy, welche nicht nur den DVD-Kopierschutz umgingt sondern auch den Macrovision-Kopierschutz mitkopierte und somit nach Ansicht von Macrovision und Gericht nicht nur den DMCA sondern auch Patentrechte verletzte. Die Spieleindustrie brachte 321 Studios gegen sich auf, da es mit "Games X Copy" auch ein Programm anbot, mit dem sich Kopien auch von kopiergeschützten PC-Spielen anfertigen ließen – auch damit habe 321 Studios gegen den DMCA verstoßen, das Argument dass dies nur für Backups sei, wurde nicht akzeptiert.

321 Studios beschäftigte vor den Rechtsstreitigkeiten rund 400 Mitarbeiter, zuletzt waren es nur noch eine Handvoll.


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