Spieletest: Richard Burns Rally - Ultra-Realistische Raserei

Der hohe Realismusgrad macht sich auch beim ausführlichen Schadensmodell, der korrekten Fahrphysik und den zahlreichen Tuning-Optionen bemerkbar. Wer einen der vorderen Plätze erreichen will – was für Rennspielanfänger ein Ding der Unmöglichkeit darstellen dürfte – muss viel Feingefühl bei den Wagen-Einstellungen an den Tag legen und ausgedehnte Proberunden drehen, bevor er sich in den Wettkampf stürzt.
Optisch kann Richard Burns Rally nicht mit dem absoluten Grafik-Highlight Rallisport Challenge 2 mithalten, sehenswert sind die Kurse und Fahrzeuge aber allemal. Die Xbox wartet im Gegensatz zur Playstation2 mit etwas detaillierteren Texturen auf, dafür ist das Geschwindigkeitsgefühl auf der Sony-Konsole etwas besser. Prinzipiell sind aber beide Versionen ebenbürtig.
Fazit:
Richard Burns Rally ist nicht so schön wie Rallisport Challenge 2 , hat nicht ein ganz so tolles Fahrgefühl wie bei Colin McRae4 , bietet dafür aber wohl das derzeit realistischste Rally-Gameplay schlechthin – über mangelnden Realismus und einen zu niedrigen Schwierigkeitsgrad wird sich bei Richard Burns Rally wohl niemand beklagen. Einsteiger und Gelegenheitsspieler sollten einen weiten Bogen um dieses Spiel machen, wer aber die ultimative Rennspiel-Herausforderung sucht, wird hier begeistert sein Fahrzeug über Sand und Asphalt jagen.