Projekt Janus: Solaris wird Linux-kompatibel
Ziel von "Project Janus" ist es laut Sun, die Effizienz gemischter Solaris/Linux-Umgebungen nachhaltig zu erhöhen. Entwickler sollen vor allem von einheitlichen Entwicklungs-, Test- und Implementierungsprozessen für beide Systemplattformen profitieren sowie Systemverwalter spezifische Administrationskenntnisse auf die jeweils andere Plattform zu übertragen können.
Unter Verwendung der N1-Grid-Container-Technologie können Kunden eine virtuelle Linux-Umgebung auf der Solaris Systemplattform aufbauen. Durch strikte Trennung der einzelnen Anwendungen voneinander sollen auftretende Systemfehler schnell isoliert werden.
Der Betrieb von Linux-Applikationen auf der Solaris-Plattform soll dabei eine Reihe von sicherheitsrelevanten Vorteilen, wie etwa die Nutzung von Prozess- und Benutzer-Rechten, haben. Damit will Sun die Voraussetzung für rollenbasierten Zugriff, Verteilung und Ausführung von Prozessen und Services schaffen.
Im Vergleich zu Red Hat Enterprise Linux 3 sollen Linux-Anwendungen unter Solrais eine Leistung von 95 Prozent erreichen, also nur minimal langsamer laufen als unter Linux. Eine Emulation findet dabei nicht statt, so dass die Applikationen nur auf x86-Systemen genutzt werden können.
Zu den bereits getesteten und freigegebenen Linux-Anwendungen zählen unter anderem Opera, Adobe Acrobat Reader, Hancom Office, Majesty, Bea Weblogic Server, Oracle Database Server, Samba und Apache. Solaris 10 soll Ende 2004 erscheinen.



