Casio: Keramik-Linsen ermöglichen noch kleinere Digicams

Bei der polykristallinen Keramik handelt es sich um eine Art von dielektrischem Resonatormaterial, das für gewöhnlich im Mikro- und Millimeterwellenbereich eingesetzt wird. "Neben überragenden elektrischen Eigenschaften, einem hervorragenden Durchlassvermögen und hohem Lichtbrechungskoeffizienten zeichnet es sich durch gute optische Eigenschaften ohne Doppelbrechung aus" , verspricht Casio.
Auf Empfehlung von Casio wurde das Material speziell für die Verwendung in den optischen Linsen digitaler Kameras veredelt, indem ihm eine verbesserte Durchlässigkeit von kurzwelligem Licht verliehen wurde und Poren (Lufteinschlüsse), welche die Transparenz nachteilig beeinflussen, entfernt werden konnten. Casio hat für die Keramiklinse einen neuen Fertigungsprozess entwickeln müssen, bei dem Poliermaterial, -zeit und -druck genau aufeinander abgestimmt sind. Anschließend wird auf die Keramiklinsenoberfläche noch eine nicht näher beschriebene spezielle Beschichtung aufgebracht, die mit einem hohen Lichtbrechungskoeffizienten kompatibel ist.
Durch Integration der Keramiklinse in die eigene Zoomlinsen-Konstruktion will Casio eine Reduzierung der Baugröße um annähernd 20 Prozent erzielen können. Casio wird die Technik voraussichtlich in seinen kleinen Exilims und anderen Digitalkamera-Serien einsetzen. Ab wann dies geschehen soll, gab der Hersteller jedoch nicht an. Man darf gespannt sein, ob auf der im September 2004 stattfindenden Photokina schon entsprechende Digitalkameras vorgestellt werden.