Phishing mit Firefox - gefälschter Browser im Browser
Was augenscheinlich wie die Menüs der Browsers wirkt, ist aber nur eine Täuschung, gleiches gilt auch für die URL- und Statuszeile. Hier angegebene URLs und auch die angeblich aktivierte SSL-Verschlüsselung sind nur Schein. Bemerkt ein Nutzer den gefälschten Browser im Browser-Fenster nicht - weil er nur die nachgebildete Standard-Oberfläche nutzt - und gibt beispielsweise seine Log-In-Daten ein, übergibt er sie nicht einem vertrauenswürdigen Geschäftspartner sondern einem Betrüger - die Falle ist dann zugeschnappt.
Der als "Proof of Concept" veröffentlichte Exploit funktioniert in Firefox 0.9 und neueren Versionen. Möglich wird dies unter anderem dadurch, dass Firefox es per Standard-Einstellung erlaubt, die Status-Bar zu unterdrücken, so das diese durch eine gefälschte Version ersetzt werden kann. Selbst der Hinweis auf eine verschlüsselte Verbindung lässt sich so samt Zertifikats-Angaben fälschen.
Als Lösung schlägt Smith vor, die Unterdrückung der Status-Zeile von Hause aus nicht zuzulassen. Auch Microsoft verfolge mit dem Service Pack 2 für Windows XP diesen Ansatz. Doch auch wenn dies der Fall wäre, so Smith, wäre die Täuschung sicherlich noch immer gut genug um unbedarfte Nutzer auszunehmen. Zumindest dann, wenn diese die Standard-Oberfläche nutzen, denn nur diese lässt sich sinnvoll nachbilden - die Browser-Konfiguration kann der Fälscher nicht einsehen und weiss deshalb nichts über Buttongrößen oder verwendete Themes.



